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Für die Vielen

Kinostart 27.04.2023 mit Kinotour
© Navigator Film
  • Regie

    Constantin Wulff

  • Österreich / 2022
    120 Min. / DCP / OmU

  • Originalsprache

    Deutsch, Serbokroatisch, Türkisch, Ungarisch

Mit einem Porträt der Arbeiterkammer Wien zeichnet FÜR DIE VIELEN ein Bild der Vielfalt unserer Gesellschaft. Im Direct-Cinema-Stil gibt er den Menschen, deren individuelle Geschichten sich hinter abstrakten Begriffen wie Krise, Rezession und Arbeitsmarktverwerfungen verbergen, ein Gesicht. Die Arbeiterkammer ist seit über 100 Jahren die zentrale Interessensvertretung der Beschäftigten und einzigartige Anlaufstelle für die vielen, die um ihre Rechte kämpfen.

Die rote Faust im Foyer markiert die Arbeiterkammer Wien als historische Errungenschaft der Arbeiterbewegung. Dass sich die Idee einer gesetzlichen Interessenvertretung für Arbeitnehmer*innen in der postmigrantisch und pandemisch geprägten digitalen Gegenwart nicht überlebt hat, zeigt die Nachfrage: Am Empfang herrscht reger Betrieb. Die Klientel ist divers, der Zugang niedrigschwellig, das Angebot vielfältig, der Umgang freundlich, die Haltung engagiert. Einblicke in die tägliche Praxis der Institution, von Beratungsgesprächen zum Arbeitsrecht, über Teamsitzungen und kulturelle Veranstaltungen hin zur Präsentation von wirtschaftswissenschaftlichen Analysen zur Vermögensverteilung geben dem Sozialstaat ein Gesicht.. Als die Kampagne zum 100-jährigen Bestehen der Arbeiterkammer im Jahr 2020 mit dem Ausbruch der Coronapandemie kollidiert, wird die interne Organisation des Krisenmodus zentral – und es zeichnen sich ganz neue Herausforderungen für die Welt der Arbeit ab. Die Idee muss weiterleben.

In Deutschland gibt es nur in zwei Städten Institutionen, die den österreichischen Arbeiterkammern ähneln - die Arbeitnehmerkammern in Bremen und Saarbrücken. Wäre das Model nicht auch für Deutschland interessant?

Kinotour mit dem Regisseur Constantin Wulff und Christoph Klein, dem ehemaligen Direktor der Arbeiterkammer Wien:

26. April   Hamburg, 20. Dokumentarfilmwoche Hamburg - Hamburg Premiere
27. April   Berlin, fsk Kino am Oranienplatz
28. April   Bremen, City46 in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammern Bremen
2. Mai      Köln, Filmhaus Köln
tbc - Saarbrücken

Fotos, das Plakat und weiteres Material finden Sie hier auf der Seite der PR-Agentur von Marijana Harder

Link zur Filmseite des Berlinale Forums

Constantin Wulff, geboren 1962, lebt und arbeitet als Regisseur, Autor, Dramaturg und Produzent von Dokumentarfilmen in Wien. Zudem ist er Veranstalter und Kurator zahlreicher Dokumentarfilmreihen sowie Lehrbeauftragter für Dokumentarfilmgeschichte an der Filmakademie Wien. Für IN DIE WELT (2008) erhielt er 2009 den Großen Diagonale-Preis für den besten österreichischen Dokumentarfilm sowie den 3sat-Preis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm. Er war Co-Autor von DAS GROSSE MUSEUM (2014), der u.a. den Berlinale Caligari Preis gewann. 2014 erschien sein Film ULRICH SEIDL UND DIE BÖSEN BUBEN, der u.a. beim Zürich Film Festival, DOK Leipzig und IDFA lief. 2015 folgte sein Kinodokumentarfilm WIE DIE ANDEREN, der 2016 für den Österreichischen Filmpreis 2016 und Prix de Soleure 2016 nominiert war.

Pressestimmen (Auswahl)

Spannendes Porträt einer Institution, die in einer durch wachsende Ungleichheit gespaltenen Gesellschaft immer wichtiger wird. Kira Taszman, filmdienst.de

Wulff zeigt in FÜR DIE VIELEN, dass man nicht auf die Straße gehen muss, um soziale Ungerechtigkeit abzubilden. Man muss an die Schalter dieser Institution gehen. Menschen, die kaum oder sehr schlecht Deutsch sprechen, stehen da. Viele Ungelernte, viele Frauen, viele Ältere, Menschen mit Behinderung. Solche, die in einem kapitalistischen Arbeitssystem die schwächsten Glieder sind. Und die ausgenutzt werden von denen, die es sich leisten können. Carolin Ströbele, zeit.de

Eine feinfühlig umgesetzte Annäherung an die Helden der Arbeit.  Wiener Zeitung

In FÜR DIE VIELEN scheut sich Wulff nicht davor, Menschen reden zu lassen. Dadurch gibt der Film Einblicke in die Geschichte der Arbeiter*innenbewegung sowie in aktuelle Debatten über Gerechtigkeit und den Arbeitsmarkt. So wird eine Studie vorgestellt, nach der das reichste Prozent der Österreicher*innen fast 40 Prozent des Vermögens besitzt.
Inga Dreyer, nd-aktuell.de

Regisseur Constantin Wulff gelingt in FÜR DIE VIELEN ein einfühlsames Porträt einer Institution, die einerseits von den neoliberalen Konditionen des Markts immer wieder überrumpelt wird, andererseits sich mit dem größten Jobvernichter der letzten Jahre, COVID-19 auseinandersetzen muss. uncut.at

BUCH & REGIE Constantin Wulff KAMERA Johannes Hammel, Michael Schindegger SCHNITT Dieter Pichler TON Andreas Hamza, Claus Benischke-Lang REGIEASSISTENZ Catrin Freundlinger, Olga Kosanović PRODUKTIONSLEITUNG Veronika Hraby SCHNITTASSISTENZ Hannes Starz, Matthias Writze DATA WRANGLER Hermann Lewetz TONSCHNITT Andreas Hamza TONMISCHUNG Thomas Pötz TONSTUDIO Cosmix Studios VFX Günter Nikodim COLOUR GRADING Matthias Tomasi DIGITALES MASTERING Tanja Högl, Georg Augsten BILDPOSTPRODUKTION The Grand Post PRODUKTIONSASSISTENZ Emilie Dauptain HERSTELLUNGSLEITUNG Monika Lendl PRODUZENTEN Johannes Holzhausen, Johannes Rosenberger, Constantin Wulff PRODUKTIONSFIRMA Navigator Film, Wien WELTVERTRIEB Cercamon

Der deutsche Kinostart wird unterstützt durch das Österreichisches Filminstitut.

Gefördert durch:

  • Logo des BKM (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien)
  • Logo des Programms NeuStart Kultur