Kon Ichikawa

Im Verlauf seiner langen Karriere, die Mitte der 30er Jahre begann, drehte Kon Ichikawa (1915–2008) über 80 Filme – den letzten 2006 als 90-Jähriger. 1956 gewann er mit "The Burmese Harp" bei den Filmfestspielen von Venedig einen Preis und wurde auch im Westen bekannt. Sein filmisches Schaffen kann nicht in ein Schema gepresst werden. Zu divers waren seine Filme, die viele Genres und Stile in sich vereinten und von sozialen Satiren, Komödien, Dokumentarfilmen und Kriegsfilmen bis zu extravaganten Ausstattungsfilmen reichten. Die Drehbücher stammten oft von Natto Wada, mit der er verheiratet war. Persönliche Projekte wechselten mit Auftragsarbeiten, und Ichikawa selbst teilte seine Filme in "leichte" und "dunkle" ein. Ihm eigen ist auch eine ironische Sicht auf die japanische Nachkriegskultur. Gepeinigte Charaktere, die zu extremen Handlungen getrieben werden, stehen oft im Zentrum seiner Filme.

Enjo / Conflagration
Kon Ichikawa, 1958, 99 min

Ototo / Her Brother
Kon Ichikawa, 1960, 98 min

Yukinojo henge / An Actor’s Revenge
Kon Ichikawa, 1963, 114 min