november 2019, kino arsenal

Arbeit an der Erinnerung – Die Filme von Rithy Panh

Vor sieben Jahren zeigte das Berlinale Forum drei Filme aus dem „Goldenen Zeitalter“ des kambodschanischen Kinos (1960–1975), die erstmals seit Jahrzehnten wieder öffentlich projiziert wurden. Die Filmemacher Ly Bun Yim und Tea Lim Koun waren persönlich anwesend und zutiefst berührt. Nur etwa 30 von 400 Filmen, die in diesen 15 Jahren entstanden, haben die Herrschaft der Roten Khmer überstanden. Die Verarbeitung dieser furchtbaren Zeit, der über 1,7 Millionen Menschen zum Opfer fielen, ist das Hauptanliegen der filmischen Arbeit von Panh.

Wir widmen wir dem vielfach preisgekrönten Regisseur vom 1. - 23. November eine Hommage mit zehn Filmen.

november 2019, kino arsenal

Magical History Tour – Exzess und Opulenz

Die große Geste wollen wir im November in den Mittelpunkt der Magical History Tour stellen: Filme, die im Spannungsfeld zwischen Exzess und Opulenz angesiedelt sind und deren Überschuss sich in der grenzenlosen persönlichen Involvierung des Regisseurs oder einer entfesselten künstlerischen Vision manifestiert. Opulenz und Exzess stellen aber keinen Selbstzweck dar, sondern sind Ausdruck eines Gestaltungswillens, der sich auch gegen mannigfaltige Zwänge und Widerstände durchsetzt. So stehen Filme, die sich einem bedingungslosen Realismus verpflichtet fühlen, neben solchen, die die ihnen angemessene Form in der extremen Stilisierung finden.

november 2019, kino arsenal

70 mm: THE UNTOUCHABLES

Am 22. und 27. November zeigen wir in unserer fortlaufenden 70-mm-Reihe den opulent ausgestatteten Großstadtwestern THE UNTOUCHABLES (Brian De Palma, USA 1987). Vier Jahre nach seinem Remake von Scarface beschäftigte sich Brian De Palma erneut mit dem Gangsterboss Al Capone. In Anlehnung an die gleichnamige US-Fernsehserie (1959–1963) fokussiert der Film im Chicago des Jahres 1930 eine Gruppe von vier „Unbestechlichen“ – Prohibitionsagent Eliot Ness (Kevin Costner), Streifenpolizist Jim Malone (Sean Connery), Buchprüfer Oscar Wallace (Charles Martin Smith) und Polizeianwärter George Stone (Andy García) –, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Al Capone (Robert De Niro) aus dem Verkehr zu ziehen und sein Syndikat zu zerschlagen. Da sich nie Zeugen für Capones Gewaltverbrechen finden lassen, versuchen sie, ihn wegen Steuerhinterziehung anzuklagen. Als Capone von den Plänen Wind bekommt, entwickelt sich ein blutiger Schlagabtausch – bis hin zum Showdown mit dem Kinderwagen auf der Bahnhofs-treppe von Chicago.

november 2019, kino arsenal

Gaumont: Seit es das Kino gibt

Die 1895 gegründete Firma Gaumont ist nicht nur das älteste Filmproduktionsunternehmen der Welt. Mit über 1.500 Filmen besitzt Gaumont auch einen der größten französischen Filmkataloge, darunter u.a. Werke von Abel Gance, René Clair, Louis Feuillade, Jean Renoir, Max Ophüls, Robert Bresson, Georges Franju, Jean Grémillon, René Clément, Jean-Pierre Melville, Jacques Doillon, Jean-Luc Godard, Maurice Pialat, Jean Vigo und Louis Malle.

Vom 28. November bis 31. Januar gastiert im Maison de France des Institut français am Kurfürstendamm 211 die Ausstellung „Gaumont: Seit es das Kino gibt“. Die Ausstellung lädt zu einer Reise durch die Firmen- und Film-geschichte ein und präsentiert u.a. originale Requisiten, Kostüme und Filmplakate, Filmmusiken und Filmausschnitte. Ein „Hackathon“-Workshop bietet darüber hinaus vom 19. bis 25. November acht Teilnehmern die Gelegenheit, Gaumont-Klassiker digital neu zu interpretieren, die Ergebnisse werden im Anschluss in der Ausstellung zu sehen sein.

Das Arsenal zeigt begleitend im Rahmen der Französischen Filmwoche vom 28. November bis 4. Dezember eine Auswahl von Klassikern der französischen Filmgeschichte sowie neueren Produktionen der Firma. Im Februar folgt ein umfangreiches Programm mit Titeln aus dem Gaumont-Katalog.

november 2019, living archive

arsenal 3 im November: "Shaihu Umar"

Kino im Internet: Exklusiv für unsere Mitglieder streamen wir Restaurierungen und Digitalisierungen aus der Sammlung des Arsenal, ergänzt mit Texten, Interviews und Clips. Im November präsentieren wir den nigerianischen Spielfilm SHAIHU UMAR, 1976 von Adamu Halilu in Hausa gedreht. Dem lange als verschollen geglaubten Film liegt die gleichnamige Erzählung des späteren Ministerpräsidenten Abubakar Tafawa Balewa aus dem Jahr 1955 zugrunde. 2016 wurden Negative und Filmkopien im Archiv der Nigerian Film Corporation gefunden und vom Arsenal mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Abuja restauriert.

2019 kam SHAIHU UMAR erstmals in Nigeria zur Aufführung. Angesiedelt im Norden des Landes und am Ende des 19. Jahrhunderts erzählt der Film von Umar, der nach dem Tod des Vaters von seiner Mutter getrennt wurde. Auf seinem von Sklaverei geprägten Leidensweg durchläuft er mehrere Prüfungen, bis er adoptiert wird. Er besucht die Koranschule und wird als Erwachsener zum Iman ernannt.

kino arsenal: Filmspotting: Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek

19:00 Kino 2


Ich sehe was, was du nicht siehst

*Ich sehe was, was du nicht siehst
Vladimir Majdandzik, Luke McBain D 1993
16 mm 64 min

Einführung: Georg Simbeni
kino arsenal: Creative Visions – Hong Kong Cinema 1997–2017

20:00 Kino 1


Protégé

Protégé Derek Yee 2007
35 mm OmE 109 min