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20 Min. Französisch.
(läuft in einem Programm mit SOCHAUX, 11 JUIN 68 und LES TROIS-QUARTS DE LA VIE)

Mit der Dokumentarfilmserie „On vous parle de ...“ wollte Chris Marker Gegenöffentlichkeit herstellen – contre-information. Die Episode Les mots ont un sens ist mehr als nur das Porträt des Verlegers François Maspero, sie ist auch eine Antwort auf die Frage nach einer möglichen Rolle linker Intellektueller zwischen Militanz und Information.
Markers Film lief 1971 im ersten Berlinale Forum und wurde anlässlich des Jubiläumsprogramms vom Arsenal – Institut für Film und Videokunst digital restauriert. (ah)

Chris Marker (Christian-François Bouche-Villeneuve) wurde 1921 im französischen Neuilly-sur-Seine geboren. Er studierte Philosophie in Paris. Etwa ab 1950 wandte er sich dem Film zu. 1962 entstand eines seiner bekanntesten Werke, La Jetée. Neben seine Arbeit als Regisseur zahlreicher Dokumentar- und Essayfilme war Marker Schriftsteller und Fotograf. Er starb 2012 in Paris.

„Programm Kooperative“

Wiederum Klassenkampf, Aufruf zur Solidarität und Bemühen, den Zuschauer besser die Klassenstruktur der Gesellschaft erkennen zu lassen – diesmal aus Frankreich, wo die Tradition revolutionären Kampfes ungebrochener ist als bei uns. Chris Markers Porträt des französischen Verlegers Maspero, der hauptsächlich Revolutionsliteratur veröffentlicht, nahm da eher eine Außenseiterposition ein. Sein Worte haben einen Sinn war eine bemühte und brave Dokumentation, in Godard-Manier etwas verfremdet, ein Interview in Bildern und mit vielen Worten. (…)

(Hans-Georg Soldat, Der Tagesspiegel, 2.7.1971. Pressedokumentation 1971)

Regie Chris Marker. Digitale Restaurierung Arsenal – Institut für Film und Videokunst.

Filme

1953: Les statues meurent aussi / Statues Also Die / Auch Statuen sterben (30 Min., Co-Regie: Alain Resnais, Forum 1971). 1956: Dimanche à Pekin / Sunday in Peking (22 Min.). 1958: Lettre de Siberie / Letter from Siberia / Ein Brief aus Sibirien (58 Min.). 1961: Déscription d'un combat / Beschreibung eines Kampfes (60 Min., Wettbewerb 1961), ¡Cuba Sí! (57 Min.). 1962: La Jetée / The Pier / Am Rande des Rollfelds (26 Min., Retrospektive 2002). 1965: Le Mystère Koumiko (54 Min.). 1967: Si j'avais quatre dromadaires (73 Min.). 1970: La bataille des dix millions (58 Min., Forum 1971). 1971: Le train en marche (32 Min.). 1972: Vive la baleine (17 Min.). 1975: L'Ambassade (22 Min.). 1977: Le fond de l'air est rouge / A Grin Without a Cat / Rot ist die blaue Luft (180 Min.). 1981: Sans Soleil / Sunless / Ohne Sonne (100 Min., Wettbewerb (außer Konkurrenz) 1983, Retrospektive 1990). 1984: 2084: Vidéo-Clip pour une réflexion syndicale et pour le... / 2084 / 2084 ... plaisir (10 Min., Wettbewerb 1985). 1985: A.K. (75 Min.). 1990: Berliner Ballade (25 Min.). 1993: Le tombeau d'Alexandre / The Last Bolshevik / Der letzte Bolschewik (120 Min., Forum 1994). 1996: Level Five (106 Min., Wettbewerb (Sondervorführung) 1997). 2000: Une journée d'Andrei Arsenevitch (55 Min., Forum 2000). 2004: Chats perchés (57 Min.). 2012: Kino (2 Min.).

Foto: © ISKRA

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