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Wenn von Kasachstan die Rede ist, kommt den meisten Menschen nur ein einziger Clown in den Sinn: Borat. RIVER DREAMS ist seine Beerdigung.

Gewagt, nicht wahr? In meinem Debütfilm sei es mir erlaubt, ein wenig von meinem spritzigen Humor einzubringen. In meiner Muttersprache gibt es ein Sprichwort: „In jedem Witz steckt ein Körnchen Wahrheit.“ Ich würde noch weiter gehen und sagen: „In jedem Witz steckt ein Körnchen Witz.“ Alles andere ist Wahrheit, oder? Indem ich das Borat-Klischee zerstöre, versuche ich, einen neuen Bedeutungsraum für ein Land zu eröffnen, das oft abfällig als „Putins Hinterhof“ bezeichnet wird. Scheiß drauf.

Eines Tages wird mein Land von Steppen-Königinnen regiert werden. Mein Film ist ein Liebes-Hass-Brief an Kasachstan, erzählt aus weiblicher Perspektive, was in meiner Heimat bereits ein Akt des Widerstands ist. Ich wollte die Leinwand mit schönen kasachischen Mädchen überfluten: unserer Stärke, unserer Wut, unserem Schmerz und unserer Zärtlichkeit, Zärtlichkeit, Zärtlichkeit. Radikale Zärtlichkeit.

Wenn ich von Radikalität spreche, meine ich radikale Verletzlichkeit, den Mut, schmerzhaft ehrlich zu sein und daran zu glauben, dass Aufrichtigkeit entwaffnen kann.

Kristina Mikhailova

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