2016 verstarb mein Vater – jemand, den ich kaum kannte. Was folgte, war keine gewöhnliche Trauer, sondern die Trauer um eine bereits bestehende Abwesenheit. Aus diesem Raum heraus entstand LUST, als Rahmen für das, was fehlt, und wie es nachwirkt. Ein minimalistischer Blick auf die Leere, die abwesende Väter hinterlassen, und darauf, wie Töchter diese Last tragen. Als „Coming-of-Mid-Age“-Psychodrama konzipiert, wollte ich den Film zwischen Mystery, Fantasy und Geistergeschichte ansiedeln – nicht um die Abwesenheit aufzulösen, sondern um nachzuzeichnen, wie sie Kontrolle ins Wanken bringt und manchmal eine Öffnung schafft.
Ralitza Petrova