Direkt zum Seiteninhalt springen

My Name

Frau steht auf einer Wiese und hält ein helles Tuch in der Hand, ihr Gesicht teilweise vom Wind bewegten Haaren verdeckt.
© Let’s Films & Aura Pictures
  • Regie

    Chung Ji-young

  • Südkorea / 2026
    120 Min. / OmeU

  • Originalsprache

    Koreanisch

Südkorea 1998: Während sich das Land weiter demokratisiert, hadert Young-oak inmitten der Testosteronströme einer Jungenschule mit seinem weiblich konnotierten Namen. Zwischen korrupten Lehrern und den so krassen wie subtilen Gewaltspielen der Teenager ringt der junge Mann um seinen Platz – und einen neuen Namen. Bei seiner Mutter Jeong-sun bricht sich hinter dem scheinbar unbeirrbaren Äußeren eine lange verdrängte Vergangenheit Bahn, der sie sich nur zögernd stellt. Die Konfrontation jedoch ist unausweichlich – und sie führt zur nationalen Tragödie rund um den Jeju-Aufstand vom 3. April 1948 zurück. Mit Suspense-Effekten und einer Form des Reenactments, in dem die Bilder ihre Bedeutung verdrehen, lässt Südkoreas linke Regie-Ikone Chung Ji-young die Gewaltverhältnisse seines Landes (damals wie heute) in ein Identitätsdrama umschlagen. An unterschiedlichen Punkten des Lebens suchen Mutter und Sohn ihren Platz in einer Gesellschaft der Tabus und Rollenerwartungen. Traumata treten an die Oberfläche, Verdrängtes und Verschwiegenes. Die Fassade explodiert. Am Ende steht das dokumentarische Bild des Denkmals – als Zeichen der politischen Aktualität. (Fabian Tietke)

Chung Ji-young ist eine zentrale Figur des koreanischen Kinos der 90er, bekannt für seine sozial engagierten Filme und seine einflussreiche Rolle im Aktivismus der Branche. Er begründete seinen Ruf mit North Korean Partisan in South Korea (1990) und White Badge (1992), während er zugleich den Widerstand gegen Hollywood anführte und sich für lokale Filmförderung einsetzte. In seinen späteren Werken schärfte er seine Auseinandersetzung mit institutioneller Macht. Seit den 2010er Jahren fokussiert sich Chung auf die Würde von Individuen und konfrontiert verfestigte Wohlstands-Netzwerke.

Regie Chung Ji-young. Buch Kim Sung-hyun, Kim Hyun-woo, Chung Ji-young. Kamera Kim Hyung-koo. Montage Lee Kang-il. Musik Shin Min. Sound Design Kim Suk-won. Szenenbild Lee Kang-il. Kostüm Kim Ha-kyoung. Maske Kim Hyun-jung. Produzent*innen Kim Soon-ho, Jeong Sang-min, Yi Jong-ho, Kim Yeong-hwan, Park Sun-hwoo. Executive Producer Kim Hye-jun. Koproduzent*in Jung Sung-jin. Produktionsfirmen Let's Films (Seoul, Südkorea), Aura Pictures (Goyang, Südkorea). Mit Yeom Hye-ran, Shin Woo-bin, Choi Jun-woo, Park Ji-bin, Kim Gyu-ri.

Weltvertrieb M-Line Distribution

Filme: 1982: Angaeneun yeojacheoleom sogsaginda / Mist Whispers like Women. 1984: Chueogeui bitt / The Light of Recollection. 1987: Geolieui agsa / A Street Musician, Uigiui yeoja / A Woman on the Verge. 1988: Sanbaeam / Mountain Snake, Yeojaga sumneun sup / A Forest Where a Woman Breathes. 1990: Nambugun / North Korean Partisan in South Korea. 1991: Sansani buseojin ilemiyeo / Beyond the Mountain. 1992: Hayan chonjaeng a.k.a. Hayanjeonjaeng / White Badge. 1994: Hollywood Kid Eu Saeng-ae / Life and Death of the Hollywood Kid. 1996: Maegjuga ae-inboda Joh-en 7gaji i-yu / 7 Reasons Why Beer is Better Than a Lover (Koregie Jang Gil-su, Jang Hyeon-su, Jong-won Park, Kang Woo-suk, Kim Yoo-jin, Park Cheol-su). 1997: Blackjack. 1998: Ga a.k.a Kka / Naked Being. 2011: Ma-seu-teo-keul-lae-seu-ui san-chaek / A Journey with Korean Directors (Koregie Lee Doo-yong, Lee Jang-ho, Park Cheol-su), Yong-hwa-pan / Ari Ari the Korean Cinema (Koregie Heo Chul), Bu-reo-jin hwa-sal / Unbowed. 2012: Namyeong-dong 1985 / National Security. 2019: Black Money. 2022: So-neyon-deul / The Boys. 2026: My Name.

Gefördert durch: