august 2020, kino arsenal

Retrospektive Andrej Tarkowskij

Tarkowskij im Sommer – seit 40 Jahren ist das eine lieb gewordene Tradition für uns und unser Publikum. Wir zeigen die sieben langen Filme des russischen Regisseurs (1932–1986), von dessen monumentalem Werk eine anhaltende Faszination ausgeht.

august 2020, kino arsenal

Black Light

Die Retrospektive Black Light des Locarno Film Festival, kuratiert von Greg de Cuir Jr., die im März abgebrochen werden musste, wird mit einer Auswahl von 13 Filmen fortgesetzt. Black Light basiert auf der von Greg de Cuir Jr. kuratierten Retrospektive des internationalen Schwarzen Films, die beim letztjährigen Filmfestival von Locarno präsentiert wurde. Das Arsenal zeigt eine stark auf das US-amerikanische Kino fokussierte Auswahl, die den Bogen von den 20er bis zu den 90er Jahren spannt. Diese kann die enorme Vielfalt der cineastischen Auseinandersetzung mit dem Schwarzsein nur ansatzweise darstellen, sie ist als Vorschlag zu verstehen, der zwangläufig unabgeschlossen bleiben muss. Inwiefern lassen sich die in sehr unterschiedlichen Kontexten entstandenen Filme unter einer Überschrift zusammenfassen? Nicht um die „schlichte Repräsentationsvorstellung von einem schwarzen Körper hinter oder vor der Kamera“ (de Cuir) geht es, sondern um gemeinsame Formen von Erfahrungen und geteilter Geschichte, die Rassismus, Selbstermächtigung und Fragen der Repräsentation umfassen. Greg de Cuir Jr.: „Es gab ein paar grundsätzliche Prinzipien, denen ich gefolgt bin. Zum einen wollte ich eine internationale Auswahl treffen und gleichzeitig sollte die Reihe einen historischen Überblick verschaffen. Ich wusste, dass ich Afrika außen vor lassen wollte. Afrika ist ein Thema, das eine eigenständige Retrospektive verdient. Es verdient einen genauen Blick und einen eigenen speziellen, klugen und wohlüberlegten Ansatz. Stattdessen wollte ich mich auf die Nachkommen konzentrieren, die gezwungen waren, durch die Welt zu reisen, um zu überleben, und ihren eigenen Platz, ihre eigenen Wurzeln zu finden. Ich wusste auch, dass ich den Fokus konkret auf das 20. Jahrhundert richten wollte. Es sollte eine echte Retro sein, die zurückblickt und zurückdenkt, die sich damit befasst, wie wir dort hingekommen sind, wo wir heute stehen, und damit, was uns die Vergangenheit über unsere Gegenwart und vielleicht sogar unsere Zukunft verrät. Und was noch ganz wichtig ist: Die Reihe sollte eine Collage von verschiedenen Stilen, Genres, politischen und ästhetischen Herangehensweisen offenbaren. Ich wollte, dass die unterschiedlichen Werke miteinander in Beziehung treten und gleichzeitig Kontraste setzen, dass sie einen Dialog bilden.“

august 2020, kino arsenal

Forum 50

Das Berlinale Forum und Forum Expanded präsentierten zum 50. Jubiläum des Forums die Filme, die im Gründungsjahr gezeigt wurden. 21 Programme liefen während des diesjährigen Festivals, 22 weitere sollten im März im Arsenal präsentiert werden. Forum 50 wird im Juli und August mit einer Auswahl von fünf Filmen fortgesetzt. Das Programm im Arsenal versammelt politisch engagierte Dokumentarfilme, innovative Spielfilme sowie historische Wiederaufführungen.

Als Ulrich und Erika Gregor sowie ihre Mitstreiter*innen das Internationale Forum des Jungen Films gründeten, hatten sie einen klaren Blick für die vielen radikalen Neuerungen im Kino, für die bewegte gesellschaftspolitische Lage und für die Notwendigkeit, Filmgeschichte lebendig zu halten. Filme, die in Ländern entstanden, die bis dato auf der Weltkarte des Kinos nicht verzeichnet waren, erlebten hier ebenso ihre Premiere wie formale Experimente und nicht-narrative Filme. Von Anfang an gab es keine Unterscheidung zwischen Dokumentar- und Spielfilmen, standen ältere und wiederentdeckte Werke neben politisch engagierten Filmen. Bereits bekannte Klassiker verwiesen auf gesellschaftliche Utopien und filmische Traditionslinien. Zwischen künstlerischer Innovation und politischer Agitation bewegten sich große Teile des ersten Forum-Programms. Viele verstanden sich als „Gegeninformation“ zu den vorherrschenden Medien, etwa die Filme über die Bürgerrechtsbewegung und den Protest gegen den Vietnamkrieg in den USA. In der filmischen Auseinandersetzung mit (Neo-)Kolonialismus und Ausbeutungsverhältnissen in südamerikanischen und afrikanischen Ländern wurde die Kamera zum Mittel des Klassenkampfes. Die gezeigten Filme sind teilweise aus der eigenen Sammlung des Arsenals, gehörte es doch zur Politik, die eigens für das Festival deutsch untertitelten Kopien in den Verleih zu übernehmen und sie einem breiten Publikum auch außerhalb des Festivalkontextes zugänglich zu machen.

juli 2020, kino arsenal

arsenal 5 im HKW – Rausgehen

Die letzte Etappe einer Serie von Kinoraumexperimenten während der Pandemie führt das Arsenal ins Haus der Kulturen der Welt. Wie schon im arsenal 3 (im Internet) und im arsenal 4 (im silent green) besteht auch im arsenal 5 das Programm fast ausschließlich aus Filmen der Sammlung des Arsenal – Institut für Film und Videokunst.

Kino ist Möglichkeitsraum und Handlungsort, auch unter freiem Himmel. 6 Wochen lang begleiten uns die Filme nach draußen: Wir gehen Bilder sammeln in Landschaften, die dem Tourismus zum Opfer fielen. Wir graben Bilder aus der Erde und aus den Archiven aus, um sie dorthin zu bringen, wo sie Geschichten erzählen. Wir beobachten Tiere, die kritische Blicke zurück werfen. Wir durchqueren und erforschen die Wüste als Resonanzraum. Und schließlich erforschen wir das Innere des Hauses als Bühne und Produktionsort.

Zum Abschluss des Programms ein paar Highlights: Anläßlich der Vorführung von Stephan Geene Film SHAYNE wird Ricky Shayne live auftreten. Außerdem präsentieren wir mit Michael Buschs HOW LONG IS NOW eine Weltpremiere. Und schließlich laden die Archivexpertin Vaginal Davis und ihr Partner Daniel Hendrickson das Publikum zu einer Ausgabe ihrer Serie „Contemporary Vinegar Syndrome“ ein!

juni 2020, berlinale forum

Forum Expanded-Arbeiten im arsenal 4

Bild aus ESCAPE FROM MY EYES von Felipe Bragança (2015)

Nachdem die Forum-Expanded-Ausstellung „Part of the Problem“ in der Betonhalle des silent green am 13. März coronabedingt beendet werden musste, präsentieren wir dort nun im arsenal 4 wechselnde installative Arbeiten aus mehreren Forum-Expanded-Jahrgängen. Geöffnet ist jeweils donnerstags bis sonntags von 13:30 bis 17:30 Uhr und noch bis zum 6. September.

Die Auswahl der Werke wurde inspiriert durch 2026, einen Film der Künstlerin Maha Maamoun aus dem Jahre 2010. Der Film ist bis 6. September in der Betonhalle zu sehen. Parallel wird alle 14 Tage wechselnd eine weitere Arbeit gezeigt. Beteiligte Künstler*innen sind neben Maha Maamoun Ayoung Kim, Ashish Avikunthak, Felipe Bragança, Mariam Mekiwi, Iram Ghufran sowie Angela Melitopoulos & Maurizio Lazzarato.

juni 2020, kino arsenal

Online Tickets

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kino arsenal: Magical History Tour - Montage

19:30 Kino 2


Shock Corridor

Shock Corridor Samuel Fuller USA 1963
Mit Peter Breck, Constance Towers, Gene Evans
35 mm OF mit span. UT 101 min

kino arsenal: Retrospektive Andrej Tarkowskij

20:00 Kino 1


Stalker

Stalker UdSSR 1980
35 mm OmE 163 min