januar 2022, startseite

Neue Hygieneregeln

Bitte beachten Sie, dass im Arsenal ab Samstag, 15.1. die 2G-Plus-Regel gilt (weitere Informationen finden Sie hier)

januar 2022, kino arsenal

Unknown Pleasures #12
 – American Independent Film Fest

Die Arbeit eines demokratischen Bürgermeisters in einem republikanisch geführten Land, allgegenwärtige Überwachungstechnologien und Alltagsrassismus in einer Gesellschaft, die sich für aufgeklärt hält: Vom 1. bis zum 19.1. präsentiert Unknown Pleasures #12 eine Auswahl aktueller amerikanischer Independent-Filme, in denen die gesellschaftspolitischen Spannungen der vergangenen Jahre deutlich zu spüren sind. Was dabei auffällt: Erzählt werden diese Filme aus einer dezidiert autobiografischen Perspektive. Wenn etwa Theo Anthony in seinem fulminanten Essayfilm ALL LIGHT, EVERYWHERE über Kameras, Waffen und die Polizei nachdenkt, dann filmt er auch immer wieder sich selbst und seine Kamera mit und reflektiert damit seinen Blickpunkt. Alfred Guzzetti besucht in seinem neuesten Film THE GIFTS OF TIME Freund*innen, die er seit über 50 Jahren kennt und lässt sie vor der Kamera von ihrem Leben berichten. Was denken sie über ihre aktuelle Situation? Skinner Myers spielt in seinem Debütfilm THE SLEEPING NEGRO gleich selbst die Hauptrolle und liefert einen bitterbösen Kommentar auf die Frage, ob die USA tatsächlich eine post racial society sind. In ALL ABOUT MY SISTERS, einem zutiefst erschütternden Dokument über die Auswirkungen von Chinas Ein-Kind-Politik, tritt die Regisseurin Wang Qiong dagegen als Filmemacherin und gleichzeitig immer auch als Tochter auf. ALL ABOUT MY SISTERS steht auch für eine Entwicklung des Independent-Films, nationale Grenzen bewusst zu überschreiten, was nicht zuletzt die immer prekäreren Finanzierungsmöglichkeiten widerspiegelt. Wang Qiong lebt in den USA und finanzierte ihren ausschließlich in China gedrehten Film komplett über amerikanische Institutionen. Ted Fendts OUTSIDE NOISE, der thematisch und formell an seine letzten Spielfilme anknüpft, wurde schließlich ganz außerhalb der USA produziert.

januar 2022, kino arsenal

In Rücksprache
 – Dokumentarische Arbeiten aus Geschichte und Gegenwart

Filme dem Dialog anvertrauen, Bilder diversen Perspektiven ausliefern, Diskurse archivieren und lebendig halten – dieser emphatische Anspruch der Duisburger Filmwoche und des Arsenals fungierte als Impulsgeber dieses gemeinsamen Programms vom 20. bis 22. Januar. Neuere Arbeiten, die bei den jüngsten Ausgaben des renommierten Festivals für Dokumentarfilm aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt wurden, werden an drei Abenden mit älteren Beiträgen aus der 45-jährigen Geschichte des Festivals in Bezug gesetzt.

Zu sehen sind Filme, die sich Menschen, Milieus und Stimmungslagen widmen, für die nur wenige oder allzu stereotype Bilder zirkulieren: Arbeiten, die sich den Umständen aussetzen und sich ihren Protagonist*innen zuwenden. In der Korrespondenz der ausgewählten Filme verdichten sich Eindrücke autobiografischer Erkundungen und vermeintlich abseitiger oder marginalisierter Lebensentwürfe und Gefühle. Dabei formuliert jede Arbeit ihre eigene Bildsprache. Die Kombination von historischen und aktuellen Filmen stiftet unerwartete Verbindungen und lässt neue Eindrücke in dem Raum entstehen, den die zeitliche Distanz zwischen den Filmen lässt.

Während die Duisburger Filmwoche jedes Jahr im November einen Ort für engagierte Debatten zwischen Filmemacher*innen und Publikum schafft, begegnen sich im Rahmen von „In Rücksprache“ die Bilder selbst in Rede und Gegenrede. Wird in Duisburg das Gespräch stets mitgeschrieben und im Protokollearchiv des Festivals protokult.de festgehalten, ist die Recherche in diesem Archiv nun Ausgangspunkt neuer, filmischer Dialoge – damit sich die Bilder gegenseitig anreichern und Wege zueinander finden können, die noch nicht kartografiert sind.

januar 2022, kino arsenal

"The gatekeepers exist to be overthrown."
 Amos Vogel – Reprisen und Repliken (III)

Der zeitliche Bogen des dritten und abschließenden Teils der Hommage an den Filmkurator Amos Vogel (1921–2012) beginnt in seiner Zeit als Gründungsdirektor des New York Film Festivals (1963–1968) und folgt seiner Arbeit als Kurator, Autor und Filmvermittler bis zum Ende der 90er Jahre. Neben Artikeln, Korrespondenzen und Notizen aus Vogels reichhaltigem Nachlass ist eine wichtige Referenz der Filmauswahl sein Buch "Film as a Subversive Art" (1974), aus dem seine quer zum Kanon verlaufende Konzeption von Film und Kino spricht und das erst kürzlich wieder neu aufgelegt wurde. (23.-30. Januar)

januar 2022, kino arsenal

arsenal 3: Zu Amos Vogel // Ergänzungen zu Dario Argento und David Lynch

Komplementär zur Hommage an den New Yorker Filmkurator Amos Vogel sind im Januar auf arsenal 3 zwei Filme zu sehen, von denen einer direkt, der andere indirekt Vogels Biografie berührt.

Außerdem zeigen wit ergänzend zum Hauptprogramm im Dezembernoch bis Ende Januar auf der zwei Langfilme und sechs kürzere Arbeiten, die mit dem Schaffen der Regisseure Dario Argento und David Lynch korrespondieren.

 

dezember 2021, kino arsenal

Forum und Forum Expanded 2022: erste Arbeiten bestätigt

Das 52. Internationale Forum des Jungen Films und das 17. Forum Expanded finden vom 10. bis 20. Februar 2022 statt. Die Forum-Expanded-Ausstellung, die 2021 pandemiebedingt abgesagt werden musste, öffnet ebenfalls im Februar 2022.

kino arsenal: „The gatekeepers exist to be overthrown.“
 Amos Vogel – Reprisen und Repliken (III)

19:00 Kino 1


o.k.

Oh dem Watermelons

Wink vom Nachbarn

o.k. Walter Heynowski, Gerhard Scheumann
DDR 1965 DCP 32 min
Oh dem Watermelons Robert Nelson USA 1965
16 mm OF 10 min
Wink vom Nachbarn Walter Heynowski, Gerhard Scheumann
DDR 1966 35 mm 44 min

Einführung: Tobias Hering