So 12.07.
20:00
Regie
Jean Eustache
Frankreich / 1974
123 Min.
/ DCP
/ OmdU
mit
Martin Loeb, Ingrid Caven, Dionys Mascolo
Originalsprache
Französisch
Kino
Arsenal
zu dem KalenderDer 13-jährige Daniel führt ein unbeschwertes Leben auf dem Dorf: Er hat einen Kreis von Freunden, in dem er wohlintegriert ist, Erfolg in der Schule und ein gutes Verhältnis zu seiner Großmutter, die für ihn sorgt. Die Situation ändert sich, als ihn seine Mutter (Ingrid Caven) zu sich in die Stadt holt. Um auch für den Lebensunterhalt zu sorgen, muss Daniel die Schule verlassen und in einer Zweiradwerkstatt arbeiten. Er erfährt die Realität der Erwachsenenwelt: die soziale Hierarchie, den tristen Arbeitsalltag und die Versuche, Ablenkung durch sexuelle Abenteuer zu bekommen. Jean Eustaches erster Farbfilm ist der Abschluss seiner autobiografischen Trilogie. Im Gegensatz zur Eloquenz und Wortgewalt von LA MAMAN ET LA PUTAIN ist dies ein Film der Sprachlosigkeit. Daniel erträgt die ihm zugefügten Verletzungen stumm. Seinen Weg von einer „normalen“ Kindheit in die Marginalität zeigt Eustache mit Abstand und ohne Rührung oder Zorn: „Revoltierende Personen zu zeigen, dient nur der allgemeinen Beruhigung“ (Jean Eustache). (hjf)
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