Wir gratulieren dem Team von "Tepenin ardı - Beyond the Hill" zum Best Feature Film award der 6. Asia Pacific Screen Awards, der höchsten filmischen Auszeichnung der Region. Mit der Begründung: „Ein Western aus der Türkei von heute!“ vergab die Caligari Filmpreis-Jury in diesem Jahr den Preis an Emin Alpers Spielfilmdebüt "Tepenin ardı - Beyond the Hill". Der pensionierte Forstverwalter Faik, der mit seinem jüngeren Sohn und dessen Familie ein abgeschiedenes Stück Land bewirtschaftet, bekommt Besuch von seinem älteren Sohn Nusret und den beiden Enkeln. Doch die Stimmung ist gedrückt. Faik hat Probleme mit Nomaden, die hinter dem Hügel leben, wo das Land nicht mehr ihm gehört. Sie wollen ihre Ziegen auch auf seinen Wiesen weiden lassen, Faik lehnt dies strikt ab. Auch innerhalb der Familie herrschen Spannungen. Nicht nur prallen unterschiedliche Temperamente aufeinander, sondern auch soziale Schichten. Doch Konflikte werden vermieden.
Think:Film – International Experimental Cinema Congress 2012
Think:Film Warm-up Screenings
Living Archive
Zum Nachlesen: "Rising Stars, Falling Stars"
Seit nun mehr fünf Jahren lädt Vaginal Davis, Performerin und Kuratorin mit Schwerpunkt Frühes Kino und Queer Cinema, allmonatlich zu Filmabenden ins Arsenal. In ihrer Reihe "Rising Stars, Falling Stars" stellte sie Raritäten, Klassiker und Perlen aus der Stummfilmzeit auf ihre ganz eigene, unvergessliche Weise vor – stets begleitet von Live-Musik und Drinks im Anschluss. Zum fünften Jubiläum der Reihe ist nun ein Reader erschienen, der einen Großteil ihrer bezaubernden Einführungstexte auf Englisch enthält. Die Publikation kostet 5,– und kann ab sofort bestellt oder an der Abendkasse erworben werden.
"Beziehungsweisen"
Drei Paare in der Krise suchen Rat in einer Therapie. Sie tragen Kontroversen um Seitensprünge, Abtreibung und getrennte Schlafzimmer aus. Vorwürfe, Ängste und Verletzungen kommen zur Sprache. Die Option Trennung steht im Raum. Die Fallgeschichten lassen überindividuelle Konfliktlinien, Strukturen und Beziehungsmuster zutage treten. Ein Film über Liebes-Beziehungs-Arbeit in progress. Die Versuchsanordnung: Im nüchternen Ambiente eines Studios finden Therapiesitzungen statt. Die verhandelten Probleme sind gängige. Die Klienten werden von Schauspielern dargestellt, die Therapeuten sind tatsächlich in diesem Beruf tätig und nicht inszeniert. Hinzu kommen in der Tradition des epischen Theaters gestaltete Szenen aus dem Alltag der Paare, die mit minimalem Dekor auskommen, sowie Werkstattgespräche, in denen die Therapeuten dem Filmteam aus ihrer Praxis berichten. Dokumentarische Elemente und improvisiertes Schauspiel gehen eine ungewöhnliche Verbindung ein und ergeben eine Spiel-Art des Dokumentarischen, die mit Abstraktion und Fiktion arbeitet und sich um Authentizität nicht schert. In der offensichtlichen Laborsituation und ihrer Künstlichkeit entstehen berührende Momente voller Emotion.