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Comizi d'autore – Zeitgenössische italienische Filmemacher*innen auf den Spuren von Pier Paolo Pasolini

Filmstill aus RE GRANCHIO. Ein Mann hält eine Königskrabbe in der Hand, sein Gesicht ist unscharf im Hintergrund.
RE GRANCHIO

Vor 100 Jahren, am 5. März 1922, wurde Pier Paolo Pasolini geboren. Sein Ruf als einer der wichtigsten Regisseure der Filmgeschichte ist gefestigt, sein Einfluss auf eben diese Geschichte dagegen schwer greifbar: Oft wird sein Leben mitsamt des gewaltsamen Todes 1975 als Gesamtkunstwerk verstanden. Das liegt einerseits nahe, schließlich trat Pasolini nicht nur als Regisseur in Erscheinung, sondern auch als Dichter, Romancier, Journalist, öffentlicher Intellektueller und nicht zuletzt als Angeklagter, der in mehr als 30 Prozessen für die Streitfragen seiner Zeit zu Glauben, Kunst, Politik und Sexualität herhalten musste. Andererseits lässt es die Person vor das Werk treten und verdrängt die Auseinandersetzung mit seinen künstlerischen Positionen ins Abseits.
In Italien hat sich seit einiger Zeit eine neue Generation von Regisseur*innen daran gemacht, die inhaltliche Auseinandersetzung zu suchen, Pasolinis Beschäftigung mit dem (Sub-)Proletariat wiederaufzunehmen und seine Stilmittel wie das brüchige, episodische Erzählen neu zu erproben. Das Arsenal zeigt eine Auswahl dieser aktuellen Filme aus den Jahren 2015 bis 2021 und lässt sie in fünf von Hannah Pilarczyk kuratierten Doppelprogrammen in Austausch mit Werken von Pasolini treten. Den Auftakt macht die Deutschlandpremiere von RE GRANCHIO von Alessio Rigo de Righi und Matteo Zoppis, eine der Entdeckungen des Cannes-Festivals 2021. Zur Premiere am 5. März wird es begleitend ein Zoom-Gespräch mit den Regisseuren geben. Ebenfalls zum ersten Mal in Deutschland ist NON È SOGNO von Giovanni Cioni zu sehen. FUTURA von Pietro Marcello, Francesco Munzi und Alice Rohrwacher hat seine Berlin-Premiere im Rahmen der Reihe. (Hannah Pilarczyk)
Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung des Istituto Italiano di Cultura di Berlino.

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