Mai 2019, living archive

Das ganze Leben. Archive und Wirklichkeit

AdA - Archiv der Avantgarden | © Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Foto: David Pinzer

Archive außer sich nimmt vom 19. bis zum 25. Mai an "Das ganze Leben. Archive und Wirklichkeit" in Dresden teil. Im räumlichen Setting einer öffentlichen Archivsichtung in der Kunsthalle im Lipsiusbau sind eine Woche lang unterschiedliche Positionen aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Journalismus, Tanz, Film und Theorie zu sehen, die vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Methoden und Praktiken Archivbestände befragen. In Archiven spiegeln sich die Realitäten vergangener Zeiten – gleichzeitig prägt archiviertes Wissen die Gegenwart. Wie übersetzen Archive und ihre Objekte historische Wirklichkeiten in gegenwärtige Erzählungen? Was bedeutet dies für die Struktur von Archiven, für ihre Nutzer*innen, Technologien und Formen der Wissenserzeugung? Was können Archive für die heutige Gesellschaft leisten? "Das ganze Leben. Archive und Wirklichkeit" versammelt Objekte, Künstler*innen, Forscher*innen und Praktiker*innen, um diese Fragen ausgehend vom Archiv der Avantgarden der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einem einwöchigen Programm aus Archivsichtungen, öffentlichen Vorträgen und Abendveranstaltungen sowie auf einem internationalen Kongress zu diskutieren.

19. bis 25. Mai 2019 in der Kunsthalle im Lipsiusbau, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Öffentliches Programm

Archivsichtung
20.–25.5.2019, täglich 10–18h
Eröffnung 19.5., 19h
Das Archiv der Avantgarden (AdA) enthält eine der umfangreichsten Sammlungen von Kunstwerken, Objekten und Dokumenten der künstlerischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts. Arbeiten von neun Künstler*innen stellen Materialien des Archivs in einen installativen, filmischen und performativen Dialog. Lesungen, Vorträge und Führungen bieten eine Woche lang weitere thematische Zugänge zu den umfangreichen Beständen.

Kongress
23.–24.5.2019, 14–22h
25.5.2019, 11.30–15h
Welche Erfahrungs- und Erinnerungsräume können Archive und Sammlungen spiegeln und welche bringen sie selbst hervor? Wie ist das Verhältnis zwischen Archiven und Kanonisierungsprozessen und welche Technologien, Arbeitsstrukturen und sozialen Prozesse sind Teil von Archivpraktiken? Wie lassen sich Konzepte, Erzählungen und Ästhetiken zukünftiger Archive denken?
Im internationalen Kongress diskutieren Wissenschaftler*innen, Archivar*innen, Kurator*innen und Künstler*innen Methoden des Archivs, neue Möglichkeiten zur Aktivierung von Archivmaterialien und analysieren die Politiken und Paradigmen heutiger und künftiger Archive.

Akademie
The Whole Life Academy
19.–25.5.2019
In einer nicht-öffentlichen, einwöchigen Akademie erkunden 60 internationale Teilnehmer*innen in Exkursionen, Workshops, Objektsichtungen, Archivrecherchen und Präsentationen das Archiv der Avantgarden. Im Vordergrund stehen dabei praxisorientierte Untersuchungen von Dokumenten, Filmen, Kunstwerken und Artefakten, die auch Verbindungen zu teilnehmenden Partnerarchiven, Archiven der SKD und ausgewählten Orten in Dresden knüpfen.

Alle Veranstaltungen finden auf Deutsch oder Englisch mit Simultanübersetzung statt.
Der Eintritt ist frei.

Das detaillierte Programm finden Sie hier