Oktober 2019, living archive

Öffentliche Sichtung: A-Clips

A-Clip, Staffel 3, Clip 17: Religionskriege

A-Clip war ein Projekt (1997–2003), das von der Grundidee ausging, die Aufmerksamkeit des Kinopublikums für die Platzierung politischer und subjektiv-künstlerischer Aussagen zu nutzen. Dafür wurden Kurzfilme produziert, die sich an der Werbefilmästhetik orientierten, sie aufgriffen, persiflierten oder brachen, und die sich mit dem Thema der „inneren Verunsicherung“ auseinandersetzten, die Menschen erfasst und zur Entsolidarisierung führt. Die einzelnen A-Clips, jeweils ca. 50 Sekunden lang, wurden in die Werbeblöcke der Kinos hineingeschnitten. Die A-Clip-Produzent*innen sind Filmemacher*innen oder Künstler*innen, die neue Wege suchten, um eine politische Öffentlichkeit herzustellen. Die für den Einsatz der A-Clips in den Kinos hergestellten 35-mm-Kopien, die im Archiv des Arsenal verblieben, zeigen wir in einer öffentlichen Sichtung am 9. Oktober. Dabei wollen wir nicht nur den Zustand des Materials begutachten, sondern auch überprüfen, welche Wirkung die Clips heute entfalten. Einige der Produzent*innen werden anwesend sein.