Juni 2016, living archive

Rising Stars, Falling Stars: Sweet 16 mm Never Been Kissed

Vaginal Davis (Foto: Lucius Barre)

Rising Stars, Falling Stars in einer Neuauflage: Nach acht Jahren findet die nächste Veranstaltung am 5. Juni erstmalig in der Kuppelhalle des neu bezogenen silent green im Wedding statt. Wie in der Vergangenheit wählt unsere Filmgeschichtsexpertin Vaginal Davis gemeinsam mit ihrem Pianisten Daniel Hendrickson verborgene Schätze aus dem Archiv des Arsenals. Mit musikalischer Unterstützung präsentiert sie sie dem Publikum, und verrät dabei ausführliche Insiderinformationen zur Produktions- und Rezeptionsgeschichte der Filme, die nie zuvor an die Öffentlichkeit gelangt waren. Bei der Auswahl der Filme konzentriert Ms Davis sich auf das schlanke, schnelle und leichte Format, das es Filmemacherinnen und Filmemachern jahrzehntelang ermöglicht hat, ungehindert in Nischen und Poren einzudringen, ohne sich den Zwängen der großen Kinoindustrie beugen zu müssen: 16 mm. Die Sammlung des Arsenals enthält tausende dieser Perlen.

Um eine Idee von ihrer Vielfalt zu geben, beginnt Vaginal Davis das neu aufgelegte Programm mit einer Auswahl von Kurzfilmen mit Kaninchen, Goldfischen und Lemmingen, mit einem Kameraschwenk, der ein Schlafzimmer durchfährt, sowie einem frühen Beitrag zur Gentrifizierung, versehen mit einem neuen Kommentar von Ms Davis, die auch ein eigenes Werk in das Programm geschmuggelt hat: FRAU UNTER EINFLUSS (2001).
Hinter einer der Türen der Kuppelhalle verbirgt sich übrigens die Bar des benachbarten MOOS-Restaurants, die an dem Abend geöffnet ist.

Mit Filmen von Kenneth Anger, Chantal Akerman, W.C. Fields, Pier Paolo Pasolini, Vaginal Davis und Sharon Sandusky.