Esquí

Ski
Manque La Banca
Argentinien, Brasilien 2021

85 Min. Spanisch, Deutsch.

Im Nahuel-Huapi-See lebt ein Monster. In der Dämmerung spannt es sich wie eine Kuhhaut über die Wasseroberfläche; mit scharfen Krallen greift es nach seinen Opfern. Rund um den See, der bei Bariloche in den argentinischen Anden liegt, treibt noch ein anderes Monster sein Unwesen. Es heißt Capa Negra, Schwarzer Umhang; nachts ist es auf den Skipisten unterwegs. Ihm zu begegnen, sollte man unbedingt vermeiden.

Über Umwege gelangen die Monster aus den Legenden der Mapuche in Manque La Bancas Langfilmdebüt Esquí. Sie interagieren dort mit vielen anderen: mit aus Österreich stammenden alten Herren und Damen, die behaupten, den Skisport nach Bariloche gebracht zu haben, mit Skifahrer*innen, die in umso atemberaubenderen Szenen den Berg hinunterschießen, je großzügiger Zeitlupe und Bilderstottern zum Einsatz kommen, mit den Anwohner*innen eines ärmeren Viertels, die einen Teil der Regie in eigene Hände nehmen, und schließlich mit dem Filmemacher selbst, der seinen haarigen Hintern Richtung Kamera reckt. Esquí ist eine Kostbarkeit, weil der Formwille der Hipster und das politische Bewusstsein der Generation Woke hier am Beginn einer wunderbaren Freundschaft stehen. (Cristina Nord)

Manque La Banca, geboren 1990 in Bariloche, Argentinien. Er studierte Kunst sowie Film und Fotografie und ist als Filmemacher, Performancekünstler und Musiker tätig. Er arbeitet mit Super-8- und 16-mm-Film und ist Mitglied des analogen Filmkollektivs LaborBerlin.

Produktion Victoria Marotta, Jerónimo Quevedo, Franco Bacchiani. Produktionsfirma Un puma (Buenos Aires, Argentinien). Regie, Buch Manque La Banca. Kamera Florencia Mamberti. Montage Manuel Embalse, Manque La Banca. Musik Antu La Banca. Sound Design Hernán Biasotti. Ton Hernán Biasotti, César Borra. Production Design Macarena Iara Fernandez Sanchez. Kostüm Barbarita Visconti, Marta Di Bitetti. Regieassistenz Pilar Falco. Production Manager Ailén Herradon. Ausführende Produzent*innen Victoria Marotta, Jerónimo Quevedo, Franco Bacchiani. Co-Produzent*in André Mielnik. Co-Produktion Brasiliana. Mit José Alejandro Colin, Segundo Botti, Shaman Herrera, Fernando Gabriel Eduard, Axel Nahuel Villegas, Aixa Iara Snaidman, Antonio Snaidman, Bárbara Anguita, Matilde Apellaniz, Mane Medina. 

Filme

2012: Grrr (12 Min.). 2014: The 7 Capital Forgiveness: 1 – The Trip (6 Min.). 2017: The 7 Capital Forgiveness: 3 – The Future (10 Min.). 2018: T.R.A.P. (Berlinale Shorts, 16 Min.).

Foto: © Manque La Banca