Direkt zum Seiteninhalt springen

Georg-von-Rauch-Haus-Kollektiv ALLEIN MACHEN SIE DICH EIN (1974)

Arsenal 60ff. Podcast

ALLEIN MACHEN SIE DICH EIN (1974)

Der Dokumentarfilm beschreibt das Leben im besetzten Georg-von-Rauch-Haus in Kreuzberg (Regie: Susanne Beyeler, Rainer März und Manfred Stelzer unter Mitwirkung der Bewohner*innen). Das Gespräch im Anschluss an die Vorführung im Forum führen die Sprecher*innen des Kollektivs mit dem Publikum.

Mit Filmkurator Florian Wüst sprechen wir über die gesellschaftlichen Zustände zur Zeit der Entstehung des Films sowie den Beginn der Alternativkultur in West-Berlin und überlegen, was wir heute von den 1970er Jahren lernen können. Das Gespräch mit Wüst fand im Sommer 2023 statt. Im Anschluss daran gibt es das Publikumsgespräch mit den Vertreter*innen des Georg-von-Rauch-Haus-Kollektivs von 1974 zu hören.

ALLEIN MACHEN SIE DICH EIN (hier das Forumblatt von 1974) ist eine Dokumentation des Lebens im besetzten Georg-von-Rauch-Haus, das 1971 von Jugendlichen – u.a. jungen Arbeiter*innen, Lehrlingen, Schüler*innen und Jugendlichen, die aus Erziehungsheimen geflüchtet sind – besetzt und zu einem gemeinsamen Wohnprojekt ausgebaut wurde. Der Film beschreibt die Lebenssituation der Jugendlichen, zeigt die Schwierigkeiten der Selbstorganisation und die Politisierung der Besetzer*innen. 

Florian Wüst arbeitet als Filmkurator, Künstler und Verleger in Berlin. Er kuratiert Filmprogramme und Ausstellungen für internationale Kunstinstitutionen, Kinos und Festivals. Wüst hat bereits mehrfach mit dem Arsenal Filminstitut zusammengearbeitet, unter anderem bei „Wer sagt denn, dass Beton nicht brennt, hast Du’s probiert? Film im West-Berlin der 80er Jahre“ (2006) und „Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart“ (2013).

Mit Florian Wüst spricht Vali Djordjević. Sie ist Social-Media-Redakteurin für das Forum und das Arsenal Filminstitut, außerdem Autorin, Fotografin und Übersetzerin. Zuletzt hat sie das Buch „Die Berliner Schule im globalen Kontext. Ein transnationales Arthouse-Kino“ (Transcript Verlag 2023) herausgegeben von Marco Abel und Jaimey Fisher, übersetzt.

Weitere Folgen von Arsenal 60ff.

Bisher veröffentlicht haben wir die Filmgespräche zu Beth B. SALVATION!, Helke Misselwitz’ WINTER ADÉ, Helke Sanders DIE ALLSEITIG REDUZIERTE PERSÖNLICHKEIT – REDUPERS und Safi Fayes FADJAL.

Beth B SALVATION! (1987)

Beth B SALVATION!

Beth Bs Film SALVATION! ist eine Satire, die popkulturelle Faszination für den Televangelismus vorwegnahm. Im kontrovers geführten Publikumsgespräch auf dem Berlinale Forum geht es um Musikvideoästhetik, ob die Regisseurin weit genug oder zu weit geht. Einführung von Bettina Ellerkamp (Regisseurin und Co-Leiterin des silent green Kulturquartier).

Helke Misselwitz WINTER ADÉ (1989)

Helke Misselwitz WINTER ADÉ (1989)

Helke Misselwitz’ WINTER ADÉ gibt einen unmittelbaren Eindruck des Lebens und der Stimmung in der DDR ein Jahr vor dem Zusammenbruch. Das Publikumsgespräch im Delphi-Kino im alten West-Berlin fand im Februar 1989 statt, nur wenige Monate vor dem Fall der Mauer. Gespräch mit Birgit Kohler, Programmleiterin des Kinos Arsenal.

Helke Sander DIE ALLSEITIG REDUZIERTE PERSÖNLICHKEIT – REDUPERS (1978)

Helke Sander DIE ALLSEITIG REDUZIERTE PERSÖNLICHKEIT – REDUPERS (1978)

Helke Sanders DIE ALLSEITIG REDUZIERTE PERSÖNLICHKEIT – REDUPERS beschreibt die gesellschaftliche Realität arbeitender, alleinerziehender Mütter und ist zudem ein Dokument des ummauerten West-Berlin. Wir unterhalten uns mit Elena Baumeister und Fiona Berg vom feministischen Kollektiv feminist elsewheres.

Safi Faye FADJAL (1979)

Safi Faye FADJAL (1979)

Safi Fayes FADJAL verbindet Dokumentarisches und Fiktionales in einem Porträt eines senegalasischen Dorfes. Im Publikumsgespräch von 1979 treffen exotistische Vorstellung aus dem Publikum auf eine afrikanische Filmemacherin mit Haltung aufeinander. Karina Griffith, Filmkuratorin und Mitglied des Auswahlkomitees von Forum Expanded, erklärt die Hintergründe.

Gefördert durch: