Februar 2011, berlinale forum

Preise der unabhängigen Juries

Bild aus dem Film En terrains connus

"En terrains connus"

Die unabhängigen Jurys der Berlinale vergaben Preise an drei Filme aus dem Programm des Forums: En terrains connus, Amnistia und Heaven's Story. Lobende Erwähnungen erhielten Halaw und De Engel van Doel.

En terrains connus von Stéphane Lafleur erhielt den mit 2.500 Euro dotierten Preis der Ökumenischen Jury für einen Film aus dem Forum. Die Jury bildeten Dietmar Adler, Julienne N. Munyaneza, Prof. Jean-Michel Zucker, Gabriele Carunchio, Peter Sheehan und Lothar Strüber.

Der 21. NETPAC-Preis (Network for the Promotion of Asian Cinema) für einen Film aus dem Programm des Forums ging an Heaven's Story von Zeze Takahisa, der zuvor bereits den FIPRESCI-Preis erhalten hatte. Die Jurymitglieder waren Nora Bierich, Pimpaka Towira, und Lorna Tee. Ihre Begründung lautet:

"Despite a rather intimidating four hours plus running time of the film, this epic story fully engages us with portrayals of human strength and failures, intricately interlinked between various main characters."

Eine lobende Erwähnung erhielt darüber hinaus Halaw von Sheron Dayoc.

Die Conféderation Internationale des Cinémas D'Art et Essai (C.I.C.A.E.), der Internationale Verband der Filmkunsttheater, prämierte Amnistia von Bujar Alimani. Die Begründung lautet:

"Ein Film über den Zusammenprall einer jungen Generation mit den traditionellen, patriarchalen Strukturen ihrer Gesellschaft. Liebe bringt Verlangen nach Veränderung, ist aber noch unmöglich zu realisieren. Dennoch bietet der Film Hoffnungsschimmer für die Zukunft wie die Solidarität unter den jungen Menschen.Das originelle Drehbuch und der Schnitt erlaubt es dem Publikum, die Protagonisten und die Gemeinsamkeiten in ihrem Alltag schrittweise kennen zu lernen. Der intensive Einsatz dichter Porträts zeigt feine Änderungen in den Gesichtern der starken Hauptdarsteller, die es dem Zuschauer ermöglichen, der Geschickte aus ihrer emotionalen Perspektive zu folgen. Unterstützt von einer gut ausgewählten Kamera mit ungewöhnlichen Farben entwickelt der Film eine einzigartige Atmosphäre."

Eine lobende Erwähnung ging an De Engel van Doel von Tom Fassaert. Die Forum-Jury bildeten Holger Lüsch, Davide Borghini und Sonata Zalneraviciute.