A Wicked Woman

Dokufu Takahashi Oden

Nakagawa Nobuo

Japan 1958

12.02. 24:00 CineStar 8 (engl. UT)
13.02. 14:00 Delphi Filmpalast (engl. UT)

Download Katalogseiten (PDF)

 

"Oden kann sich dank ihres verführerischen Aussehens und ihrer krimi­nellen Talente – sie ist eine geschickte Taschen- und Ladendiebin – über Wasser halten. Ihr Ex-Mann Jinjuro war früher ein Samurai, inzwi­schen ist er nur noch ein betrunkener Tunichtgut. Die gemeinsame kleine Tochter O-Mitsu lebt bei ihrem Vater, der seiner Ex-Frau jedoch den Umgang mit der Tochter untersagt. Odens neuer Ehemann leidet an Schwindsucht und ist deshalb bettlägerig. Er beobachtet die nächtlichen Unternehmungen seiner Frau mit Argwohn. Noch kompli­zierter wird Odens Privatleben, als sie nach einem Juwelendiebstahl sowohl eine Beziehung zu dem naiven Polizeianfänger Namikawa als auch zu einem Juwelenhändler eingeht, der außerdem einen Prostitu­tionsring anführt. Zwischen den im Schlamm versinkenden Baracken in Tokyo und den luxuriösen Spielhöllen in Yokohama hinterlässt Oden mit ihren Machenschaften eine Spur von Leichen. Die wenigen Überleben­den sind von Narben entstellt. Im ersten Jahrzehnt der Meiji-Ära (1868-1878) wurden Zeitungen zu einem wichtigen Erscheinungsort neuer literarischer Werke, so auch für die damals populären 'dokufu-mono' – Geschichten über Giftmischerin­nen. Eine solche 'dokufu-mono' schrieb der Zeitungsredakteur und Humorist Kanagaki Robun. Sie basierte auf dem wahren Leben von Takahashi Den (Oden), die wegen Mordes am Besitzer eines Tokyoter Kuriositätengeschäfts zum Tode verurteilt wurde (Japans letzte Hinrichtung durch Enthauptung). Nicht weniger als fünf Filme verar­beiteten ihr tragisches Leben, darunter ein Stummfilm von 1912. Nakagawa Nobuos "A Wicked Woman" ist die zu Recht berühmteste Verfilmung des historischen Stoffes." Jason Gray

 

Nakagawa Nobuo (1905-1984). Zunächst Filmkritiker, Filme seit 1934. Von 1942 bis 1946 in Shanghai als Dokumentarfilmregisseur bei der China Film Company. Ab 1946 wieder in Japan, Beginn seiner Arbeit für das kurz zuvor gegründete Shintoho-Studio. In den 50er Jahren jährlich vier bis sechs Spielfilme unterschiedlichster Genres: Historienfilme, Literaturverfilmungen, Balladen, Musik- und Horrorfilme, darunter Meisterwerke wie "Ghost Story of Yotsuya" (1959) und "Jigoku" (1960). Insgesamt 97 Filme.

 

Produktion: Shintoho, Tokyo

Weltvertrieb: Kokusai Hoei

Buch: Nakatsu Katsuyoshi, Nakazawa Shin, nach einer Erzählung von Kanagaki Robun

Kamera: Kawasaki Kikuzo

Ausstattung: Kurosawa Haruyasu

Musik: Watanabe Michiaki

Ton: Numata Haruo

Darsteller: Wakasugi Katsuko, Tanba Tetsuro, Matsumoto Asao, Akechi Juzaburo, Funabashi Gen

Format: 35mm, 1:1.37, s/w

Länge: 74 Minuten, 24 Bilder/Sek.

Sprache: Japanisch

 

Foto: ©Kokusai Hoei