Lynch

Rinchi

Nakagawa Nobuo

Japan 1949

10.02. 24:00 CineStar 8 (engl. UT)
11.02. 14:00 Delphi Filmpalast (engl. UT)

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"Der Film spielt in der Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg und erzählt die Geschichte von Seikichi, der für das Verbrechersyndikat Sugawara arbeitet und den Auftrag erhält, eine goldene Buddha-Statue aus einem Tempel zu entwenden. Anstatt die Statue seinen Vorgesetzten auszuhändigen, versteckt er sie und setzt sich mit seiner Freundin Okayo ab, auf die auch sein Konkurrent Umewaka ein Auge geworfen hat. Aus Angst gefangen zu werden, stellt er sich jedoch der Polizei. Während er seine Strafe im Gefängnis absitzt, warten seine ehemaligen Sugawara-Kollegen auf seine Freilassung. Nach einem Zeitsprung setzt die Handlung des Films viele Jahre spä­ter wieder ein: Im Mittelpunkt steht nun Seikichis Tochter Kuwako, die zu einer etwas ungehobelten, aber schönen jungen Frau herangewach­sen ist und als Sängerin mit einer Band umherreist. Sie träumt davon, endlich ihren Vater wiederzusehen, den sie all die Jahre als Matrosen auf See vermutet hat. Als Seikichi jedoch freigelassen wird, fangen ihn seine ehemaligen Kollegen am Gefängnisausgang ab. Mit seiner Mischung aus Actionfilm, Familiendrama und Yakuza-Ränkespiel ist Nakagawas Lynch ein höchst ungewöhnlicher Film. Der schur­kenhaft aussehende Schwertkampf-Star Arashi Kanjuro wurde in die­sem Film ganz gegen sein sonstiges Image besetzt und spielt hier den typischen Verlierer mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. In den späten 40er Jahren entstanden unter der Regie von Anthony Mann und Carol Reed herausragende Films noirs. Zur gleichen Zeit dreh­te Nakagawa Nobuo mit Lynch den japanischen Film noir." Jason Gray

 

Nakagawa Nobuo (1905-1984). Zunächst Filmkritiker, Filme seit 1934. Von 1942 bis 1946 in Shanghai als Dokumentarfilmregisseur bei der China Film Company. Ab 1946 wieder in Japan, Beginn seiner Arbeit für das kurz zuvor gegründete Shintoho-Studio. In den 50er Jahren jährlich vier bis sechs Spielfilme unterschiedlichster Genres: Historienfilme, Literaturverfilmungen, Balladen, Musik- und Horrorfilme, darunter Meisterwerke wie "Ghost Story of Yotsuya" (1959) und "Jigoku" (1960). Insgesamt 97 Filme.

 

Produktion: Shintoho, Takei Production, Tokyo

Weltvertrieb: Kokusai Hoei

Buch: Ozawa Ko, nach einer Kurzgeschichte von Otsubo Sunao.

Kamera: Kawasaki Kikuzo

Ausstattung: Shimogawara Tomo'o

Musik: Hattori Tadashi

Ton: Negeshi Hisao

Licht: Hiraoka Iwaji

Schnitt: Goto Toshio

Darsteller: Arashi Kanjuro, Kuga Yoshiko, Shindo Eitaro, Tono Eijiro, Ikebe Ryo, Hanai Ranko

Format: 35mm, 1:1.37, s/w

Länge: 98 Minuten, 24 Bilder/Sek.

Sprache: Japanisch

 

Foto: ©Kokusai Hoei