Heinz Emigholz

The Formative Years

7 Filme: Schenec-Tady I, Schenec-Tady II, Schenec-Tady III, Arrowplane, Tide, Hotel, Demon (1972-77)

Forum Expanded Show
The Formative Years
11.02. 17:00 - 19:00 Eröffnung

Di – Fr 10:00 - 18:00, Sa 11:00 - 20:00, So 11:00 – 18:00 (Mo geschlossen)

Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

Forum Expanded Talk
The Formative Years
Arsenal 2 15.02. 13:00

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Eine Installation von sieben Filmen aus den Jahren 1972-77 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart. Die auf 16mm gedrehten Filme sind 2009 aufwendig digitalisiert und wieder öffentlich zugänglich gemacht worden. Die Installation bietet zum ersten Mal die Möglichkeit eines Überblicks über die Zusammenhänge dieses abgeschlossenen Werkblocks. Alle Filme sind in den 70er Jahren auf dem Internationalen Forum des Jungen Films der Berlinale gezeigt worden:

 

Schenec-Tady I  1972/73, s/w, 40 Minuten, stumm (Forum 1975)

Schenec-Tady II  1973, Farbe, 19 Minuten, stumm (Forum 1975)

Arrowplane  1973/74, Farbe, 24 Minuten, stumm (Forum 1974)

Tide  1974, s/w, 34 Minuten, stumm (Forum 1976)

Schenec-Tady III  1972/75, s/w, 25 Minuten, stumm (Forum 1976)

Hotel  1975/76, s/w, 27 Minuten, Magnetton (Forum 1976)

Demon 1976/77, s/w und Farbe, 29 Minuten, Magnetton (Forum 1979)

 

„Diese Filme erforschen, über kommunikative Strukturen hinaus, durch Wahrnehmungen und Bewegungen, die Prozesse entstehender Bedeutungen. Sie fangen, ohne abzubilden, Vorstellungen von End- und Zeitlosigkeit in rigorose Kompositionen ein. Dabei entfaltet sich etwas wie eine Logik der Materie. Man beginnt zu überlegen, wie ein technisches Medium mit soviel Möglichkeiten, die alten Wahrnehmungsweisen der anderen Künste zu verändern, so total von ihnen aufgesogen werden konnte. Demon ist ein verfilmtes Prosapoem von Stéphane Mallarmé mit dem Titel Der Dämon der Analogie. Emigholz hat die Wörter verräumlicht und ihnen eine von der Geschichte unabhängige Zeitdimension gegeben. Und sich dem Traum von Mallarmé genähert, zu zeigen, dass die Sprache Objekt sein kann, ein Gegenüber.“   
Frieda Grafe


 
„Heinz Emigholz’ künstlerische Arbeit erkundet den Grenzbereich zwischen Film und bildender Kunst. Sein frühes Filmwerk lieferte wichtige Impulse für die internationale Experimentalfilmbewegung der 1970er und 1980er Jahre und gehört zu den wenigen experimentellen Arbeiten aus Deutschland, die international nachhaltig Beachtung fanden. Mit dem Projekt The Formative Years wird ein Bereich der Filmgeschichte sichtbar und zugänglich gemacht, an dem sich angesichts der Umbrüche von einer analogen in eine digitale Welt höchst aktuelle Entwicklungen diskutieren lassen.“        
Stefanie Schulte Strathaus

 

Heinz Emigholz, geboren 1948, ist seit 1973 Künstler und Filmemacher. Seit 1974 hatte er dreizehn Forumsbeteiligungen. Zahlreiche Ausstellungen, Retrospektiven und Publikationen. Professor für Experimentelle Mediengestaltung an der Universität der Künste, Berlin.

 

Kontakt: www.pym.de