Duncan Campbell

Arbeit
Irland 2011

Kunstsaele Berlin
Eröffnung Mittwoch 08.02 18:00 - 21:00
Täglich: 11:00 bis 20:00

Meet the Artists
13.02. 12:00 – 13:00
18.02. 12:00 – 13:00

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"Campbell setzt aus alten Wochenschauen, Fotografien und Werbung widersprüchliche Erzählungen von Menschen, Zeiten und Orten zusammen, in denen die Bilder - je nachdem wer gerade die Kamera hält - sich ständig verändern.
In ARBEIT fokussiert der Künstler sein Interesse auf Westfalen und untersucht die aktuelle Finanzkrise in Europa. Die Geschichte des ehemaligen Präsidenten der Deutschen Bank und einflussreichen Ökonomen Hans Tietmeyer wechselt dabei stetig vom kleinteiligen Fokus auf das Detail zum Epischen, und greift die deutsche Wiedervereinigung, die Einführung des Euro und die aktuelle Wirtschaftkrise auf. Der Film besteht in der Hauptsache aus schwarzweißen Fotografien. Die unterschiedlichen Elemente werden von einer Erzählstimme zusammengehalten, deren altmodischer Duktus an einen Oxford-Dozenten erinnert. Ständig kämpft er mit seinem Thema: von den Berichten der Schmierenjournalisten, die aus "komplexen Vorgängen" "grobe Karikaturen" machen, bis zu seiner eigenen Neigung zu nachträglichen Korrekturen. Das Ergebnis ist ein geschwungener Pfad, gepflastert mit einer obskuren Ansammlung von Personen, Wirtschaftstheorien und persönlichen Anekdoten, der nichtsdestotrotz geradewegs dorthin führte, wo wir uns heute befinden. Ob Campbell nun wechselnde Portraits globaler Akteure oder Politiker entwirft, seine Konstante ist die Schwierigkeit, sich in der Vergangenheit zurechtzufinden."
Skye Sherwin, The Guardian

Duncan Campbell, geboren 1972 in Dublin, lebt und arbeitet in Glasgow. Seinen Master of Arts hat er 1998 an der Glasgow School of Art abgeschlossen. Einzelausstellungen im Artists Space, New York, bei Belfast Exposed, The Model, Sligo, Tramway, Glasgow, Chisenhale Gallery, London, im Kunstverein München, in der Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh und im MUMOK, Wien. Seine Filme wurden u.a. mit dem Tiger Award für Kurzfilm, Rotterdam International Film Festival, 2009, dem ARTE-Kurzfilmpreis, 2009, dem FIPRESCI International Critics Prize, 2009 und dem Best International On Screen Award, Images Festival Toronto, 2010 ausgezeichnet.

Format: HD, s/w
Länge: 40 Minuten