januar 2020, berlinale forum

50. Berlinale Forum: Zeitebenen wie ungestüme Fohlen

Das Berlinale Forum feiert sein Jubiläum: 50 Jahre, in denen wir uns dem unabhängigen, experimentierfreudigen und wagemutigen Kino widmen. Ein perfekter Anlass, Revue passieren zu lassen, Erreichtes zu feiern und darüber nachzudenken, wie die Zukunft aussieht. Diese doppelte Blickbewegung – zurück und voraus – zeichnet zahlreiche Filme des Programms aus. Denn wer sich vor Augen führt, was war, kann gestalten, was wird.

januar 2020, berlinale forum

15. Forum Expanded: Part of the Problem

Das neue Jahrzehnt beginnt in einer Zeit, die viel Sprachlosigkeit auslöst und umso klarere Worte braucht. Wie verändert eine solche Gegenwart den kuratorischen Blick? Was ist die Rolle von Kino und Kunst?

39 Installationen und Filme widmen sich den Themen Migration, Rassismus, Sexismus, Staatsgewalt, Kapitalismus, Kolonialismus, Extraktivismus, Klimakrise, Zukunftsangst, Geschichtsverlust und mehr. Vor allem aber verweisen sie auf sich selbst als Teil einer größeren Struktur, aus der heraus sie entstanden sind.

januar 2020, berlinale forum

Tagesspiegel sucht Leserjury

Auch für die 70. Berlinale beruft der Tagesspiegel wieder eine neunköpfige Leserjury, die einen Preis für den besten Film im Berlinale Forum vergibt. Die Berlinale findet in diesem Jahr vom 20. Februar bis zum 1. März statt. Wer mitmachen will, sollte lebhaftes Interesse am unabhängigen Kino und reichlich Zeit mitbringen, um sich ab 20. Februar die Filme des Forum-Programms anzusehen, sowohl Spiel- als auch Dokumentarfilme und essayistische Formen.

dezember 2019, berlinale forum

Berlinale Forum und Forum Expanded präsentieren ihr Jubiläumsprogramm 2020

Das Berlinale Forum findet 2020 zum 50. Mal statt. Um das Jubiläum zu feiern, präsentiert es gemeinsam mit Forum Expanded die Filme, die im Gründungsjahr liefen. Die Wiederaufführung des Programms von 1971 vermittelt einen Einblick in eine Zeit, die gesellschaftlich wie kulturell überaus bewegt war. Wie sich die Filme und der historische Kontext zu unserer Gegenwart verhalten, wird Gegenstand eines Paneltages am 27. Februar 2020 sein.

dezember 2019, berlinale forum

Erste Arbeiten für Forum Expanded bestätigt

Al-Houbut (The Landing) von Akram Zaatari

Die Auswahl zum 15. Forum Expanded steht kurz vor ihrem Abschluss. Unter den bereits bestätigten Arbeiten sind neue Filme von Ana Vaz und Akram Zaatari sowie Installationen von Filipa César, Kika Thorne, Joe Namy, Forensic Architecture und The Otolith Group. Nach einem erfolgreichen Auftakt in den Räumen des silent green Kulturquartier wird die Gruppenausstellung auch 2020 wieder in der unterirdischen Betonhalle zu sehen sein.

november 2019, berlinale forum

Goldene Lola für "Fortschritt im Tal der Ahnungslosen"

Bild aus Fortschritt im Tal der Ahnungslosen

FORTSCHRITT IM TAL DER AHNUNGSLOSEN von Florian Kunert ist bei der Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises mit dem Sonderpreis als bester mittellanger Film ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert, die der Regisseur gemeinsam mit seinen Produzent*innen Stefan Gieren und Sarah Schreiner für die Entwicklung, Vorbereitung und Herstellung eines neuen Films erhält. FORTSCHRITT IM TAL DER AHNUNGSLOSEN war im diesjährigen Forum uraufgeführt worden.

november 2019, berlinale forum

Kinostart "Querência"

Mit QUERÊNCIA (Heimkehren) von Helvécio Marins Jr. bringt arsenal distribution ab dem 21.11. einen weiteren Film aus dem diesjährigen Forumsprogramm in ausgewählte Kinos.

QUERÊNCIA erzählt von Marcelo de Sousa, einem Cowboy in der brasilianischen Pampa. Als er bei einem brutalen Überfall auf die Farm nicht verhindern kann, dass hunderte Rinder aus seiner Obhut gestohlen werden, ist nichts mehr wie zuvor. Marcelo wird depressiv und hängt seinen Job an den Nagel. Zum Glück hat er gute Freunde und eine große Leidenschaft: Als Zeremonienmeister bei Rodeo-Shows blüht er zu neuem Leben auf. Seine furios gerappten Ansagen huldigen nicht nur der Cowboykultur, sondern auch der gelebten Solidarität der Landbevölkerung, die wenig Vertrauen in die politische Führung des Landes hat. Marins souveräne Inszenierung verzichtet weitgehend auf alles Dramatische und konzentriert sich darauf, einen spezifischen Lebensstil zu porträtieren. Das gelingt nicht zuletzt dank einer Kamera, die Momente der Einsamkeit ebenso präzise einfängt wie die laute Aufregung der Rodeo-Shows und die in warmes Licht getauchte endlose Weite der Landschaft.

Der Regisseur wird bei Vorführungen in Frankfurt/Main, Köln, Hamburg und Berlin anwesend sein.

november 2019, berlinale forum

ARTE-Dokumentarfilmpreis für "Olanda" in Duisburg

Für OLANDA hat Bernd Schoch den mit 6.000 Euro dotierten ARTE-Dokumentarfilmpreis der Duisburger Filmwoche erhalten. Darin beobachtet er Saisonarbeiter*innen in den Karpaten, die in informellen Zeltlagern lebend über Monate hinweg Pilze für den Markt in Westeuropa sammeln.

Aus der Begründung der Juror*innen Esther Buss, Serpil Turhan und Christian Popp: "Der Film macht die ökonomischen Verflechtungen dieser Parallelwirtschaft sichtbar, die in dem Bild des Myzels ihre Entsprechung finden: Sammler, Zwischenhändler, Arbeiter, die die Pilze für die Kunden in Westeuropa säubern. Gezeigt wird die Härte dieses kapitalistischen Kreislaufs, aber auch wie Gemeinschaften entstehen, manchmal konfliktgeladen, oft solidarisch. Bernd Schoch beobachtet geduldig und präzise die Realität dieser Welt, und findet gleichzeitig magische, wirklichkeitsentrückte Bilder für Menschen wie Landschaften. Durch seine Bildsprache, die Sensibilität und den Respekt, mit denen er seinen Protagonisten begegnet, gelingt ihm ein kinematographisch herausragendes Werk."

OLANDA war im diesjährigen Forum uraufgeführt worden.

februar 2019

50. Berlinale Forum

Das 50. Berlinale Forum findet vom 20. Februar bis 1. März 2020 im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Informationen zur Online-Filmanmeldung finden...

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