oktober 2020, berlinale forum

Mehr Forum 50 im Oktober

Im Nachgang zum Jubiläumsprogramm anlässlich des 50. Forums während der diesjährigen Berlinale zeiget das Arsenal im Oktober zwei weitere Filme aus dem ersten Forums-Jahrgang 1971: LETTERA APERTA A UN GIORNALE DELLA SERA (Offener Brief an eine Abendzeitung, Francesco Maselli, I 1970, 12.10.) Eine Gruppe intellektueller Marxisten beantwortet den Appell einer Abendzeitung mit einem offenen Brief, in dem sie vorschlagen, an der Spitze einer Delegation in den Krieg nach Vietnam zu ziehen. Als aus ganz Europa Zustimmung und Interesse bekundet wird und sogar die vietnamesische Partei den Vorschlag akzeptiert, bekommt die Gruppe ein Problem. ICH LIEBE DICH, ICH TÖTE DICH (Uwe Brandner, BRD 1971, 19.10.) wurde vom Regisseur als „eine Bildergeschichte aus der Heimat“ beschrieben. Ein junger Lehrer kommt in ein abgelegenes Dorf im bayerischen Altmühltal. Dort haben reiche Herren am Rande der Wildnis ein Jagdrevier für sich geschaffen. Die Freundschaft mit dem örtlichen Jagdaufseher entwickelt sich zu einem Liebesverhältnis, welches das Ende des fragilen Idylls einläutet.

oktober 2020, berlinale forum

Demnächst im Kino: "Olanda"

Mit OLANDA von Bernd Schoch bringt arsenal distribution am 18. Oktober einen Film aus dem Forum-Programm von 2019 bundesweit in ausgewählte Kinos. Begleitend findet am 16. Oktober ein Symposium rund um die Themen Pilzkultur und Kapitalismus im Kunstverein Hamburg statt und in diesem Rahmen eine Vorpremiere des Films am 15. Oktober um 19:30 Uhr in der Kinemathek Hamburg.

Bereits die ersten zwei Bilder stecken die Dimensionen ab, denen sich OLANDA widmet: Der Sternenhimmel über den rumänischen Karpaten. Ein wucherndes Myzel. Details und feine Strukturen auf der einen, Konstellationen und das große Ganze auf der anderen Seite. Im Zentrum steht dabei ein saisonales Wirtschaftsgut der Gegend – der Pilz. Unter den Menschen sind ihm die Sammler*innen am nächsten und der Film ist vor allem bei ihnen, auf Gängen durch den Wald, im Zeltlager, bei Autofahrten und Gesprächen. Von hier aus folgt er den rhizomartigen Verästelungen, die sich in Form von Geld immer weiter verzweigen: zu lokalen und international agierenden Händlern, zu einem improvisierten Schuhmarkt auf einer Lichtung, zum Glücksspiel unter Kollegen. Jenseits einer Analyse von ökonomischen Strukturen aber ist er auch das sinnliche Dokument eines Rhythmus des Alltags im Wald, wie ihn die Sammler als erstes Glied in der Verwertungskette erleben. Ein audiovisueller Pilz-Trip in die magische Welt der karpatischen Wälder.

juni 2020, berlinale forum

Forum Expanded-Arbeiten im arsenal 4

Bild aus ESCAPE FROM MY EYES von Felipe Bragança (2015)

Nachdem die Forum-Expanded-Ausstellung „Part of the Problem“ in der Betonhalle des silent green am 13. März coronabedingt beendet werden musste, präsentieren wir dort nun im arsenal 4 wechselnde installative Arbeiten aus mehreren Forum-Expanded-Jahrgängen. Geöffnet ist jeweils donnerstags bis sonntags von 13:30 bis 17:30 Uhr und noch bis zum 6. September.

Die Auswahl der Werke wurde inspiriert durch 2026, einen Film der Künstlerin Maha Maamoun aus dem Jahre 2010. Der Film ist bis 6. September in der Betonhalle zu sehen. Parallel wird alle 14 Tage wechselnd eine weitere Arbeit gezeigt. Beteiligte Künstler*innen sind neben Maha Maamoun Ayoung Kim, Ashish Avikunthak, Felipe Bragança, Mariam Mekiwi, Iram Ghufran sowie Angela Melitopoulos & Maurizio Lazzarato.

februar 2020, berlinale forum

Preise der unabhängigen Jurys für "Ping Jing", "Seishin 0" und "Chico ventana también quisiera tener un submarino"

Die unabhängigen Jurys der Berlinale vergaben Preise an drei weitere Filme aus dem Programm des Forums. Der Internationale Verband der Filmkunsttheater, die Conféderation Internationale des Cinémas D'Art et Essai (C.I.C.A.E.), prämierte PING JING (The Calming) von Song Fang. Die Jury setzte sich zusammen aus Ariane Hofmann, Aliki Kalagasidu und André Soto.

Den mit 2.500 Euro dotierten Preis der Ökumenischen Jury erhielt Kazuhiro Sodas SEISHIN 0 (Zero). Die Jury ehrt mit den Preisen Filmschaffende, die in ihren Filmen ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck bringen, das mit dem Evangelium in Einklang steht, oder die es in ihren Filmen schaffen, das Publikum für spirituelle, menschliche und soziale Werte zu sensibilisieren. Die Jurymitglieder waren Kodjo Ognandou Ayetan, Alexander Bothe, Rinke Dellebeke-van Hell, Melanie Pollmeier, James Thessin, Jurypräsident: Roland Wicher.

februar 2020, berlinale forum

Caligari-Preis für "Victoria"

VICTORIA von Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer und Isabelle Tollenaere erhält den diesjährigen Caligari-Preis.

Die Jury, bestehend aus Lena Martin, Dagmar Kamlah und Thomas Klein begründete ihre Entscheidung mit den Worten: "California City, die gescheiterte Großstadtvision eines Investors in den 50er Jahren, bildet die Bühne für den Neustart einer aus Los Angeles umgesiedelten afroamerikanischen Familie. Im Alltag und spontanem Erleben ansetzend, begleiten die Filmemacherinnen den jungen Vater. Es entfaltet sich ein hybrider Dokumentarfilm mit spielfilmartigen Elementen. Lashay T. Warren setzt nicht nur sein Smartphone kreativ zur Neuverortung ein, sondern tritt sprachlich in einen überraschenden Dialog mit dem absurden Ort in der Wüste. Im Beharren auf und Kommunizieren einer subjektiven Perspektive stellt VICTORIA existentielle Fragen zu Urbanität und prekären Lebensbedingungen und schöpft aus dem Nichts gegen alle Erwartungen neue Hoffnung."

februar 2019

50. Berlinale Forum

Das 50. Berlinale Forum findet vom 20. Februar bis 1. März 2020 im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Informationen zur Online-Filmanmeldung finden...

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