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Love Your Nails!

Gezeichnete Szene mit einer knienden Person, die einer gekrönten Figur mit sehr langen Fingernägeln die Hände entgegenstreckt.
© Oasys Digital
  • Regie

    Narges Kalhor

  • Deutschland / 2026
    9 Min. / OmeU

  • Originalsprache

    Deutsch, Englisch

Historisches Material, neu gemischt: Gesichter, Gesten, Körperhaltungen. In Love Your Nails! kippen die Rollen – Männer werden zu Frauen, Frauen zu Männern – und plötzlich wirkt das Archiv seltsam beweglich. Dazu glänzen lange, künstliche Nägel als Setzung, als Witz, als Kommentar. Narges Kalhor nutzt KI nicht, um Geschichte „realistischer“ zu machen, sondern um sie umzucodieren: Was bleibt von einer Aufnahme, wenn ihr sozialer Code vertauscht wird? Welche Bedeutungen verschwinden, welche treten grell hervor? Zwischen Glamour, Stigma und Arbeit öffnet der Film einen Blick auf Gender und Klasse, auf Sichtbarkeit und Status. KI wird hier zur Verfremdung, die Kritik zuspitzen kann – und zugleich zur Glättungsmaschine, die Unterschiede in Oberfläche verwandelt. Genau in dieser Ambivalenz liegt der Sog des Films. (Ariana Dongus)

Narges Kalhor, geboren 1984 in Teheran, Iran, ist eine iranisch-deutsche Filmregisseurin und Künstlerin. Sie studierte Filmregie und visuelle Kommunikation und beantragte 2009 während eines Festivalbesuchs in Deutschland politisches Asyl. Ihr mehrfach ausgezeichneter Kurzfilm Sensitive Content erregte internationale Aufmerksamkeit. Mit ihrem Spielfilmdebüt Shahid (2024) war Kalhor im Berlinale Forum vertreten und wurde dort mit dem Caligari-Preis sowie dem Arthouse Cinema Award (CICAE) ausgezeichnet; zudem erhielt Shahid den Hessischen Film- und Kinopreis 2024 als Bester Spielfilm.

Regie Narges Kalhor. Buch Narges Kalhor, Aydin Alinejad. Kamera Nina Wesemann. Montage Narges Kalhor. Musik Marja Buchard. Sound Design Philip Hutter. Szenenbild Gerrit Schweiger. Casting Franziska Adams. Animation Gerrit Schweiger. Produzent*in Clay Coleman. Executive Producer Clay Coleman. Produktionsfirma Oasys Digital Production (München, Deutschland).

Filme: 2002: Without Discourse (Kurzfilm). 2004: Roshangari haie iek morgh (Kurzfilm). 2006: We must have Died! (Kurzfilm). 2008: Die Egge (Kurzfilm). 2011: München–Teheran (Kurzfilm). 2013: Shoot Me! (Kurzfilm). 2014: Kafan (Kurzfilm). 2015: Lavaschak (Kurzfilm). 2016: Gis (Kurzfilm), Lovogary (Kurzfilm). 2017: Neda (Kurzfilm). 2019: In the Name of Scheherazade (Dokumentarfilm). 2021: SuperEnki from Osterwald (Kurzfilm). 2023: Sensitive Content (Kurzfilm). 2024: Shahid (Berlinale Forum 2024). 2026: Love your Nails! (Kurzfilm).

Bonusmaterial

  • Höhlenzeichnung von drei weiblich konnotierten Personen, die einen Büffel o.ä. tragen, neben Pflanzen und Tieren.

    Kommentar der Regisseurin

    Narges Kalhor über die KI als Werkzeug für das Imaginäre

  • KI im Film

    Narges Kalhor und Kevin Fuchs (KI-Animator) haben für einen Lehrauftrag an der HFF München eine Mappe zusammengestellt, die einen Überblick über den Einsatz der KI in den vergangenen Jahren gibt und über den zukünftigen Einsatz reflektiert. Mit Dank an Alexander Kluge

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