Regie
Paolo Baiguera
Italien / 2026
17 Min.
/ OmeU
Originalsprache
Italienisch, Englisch
Die meisten Familiengeschichten kennen Angehörige, die darin unterschlagen werden, und diese Lücken verweisen auch auf die Absichten hinter diesen Geschichten. „Der schönste Mann der Welt“ hat nach seinem Tod nur 25 Fotografien hinterlassen. Sein Neffe Paolo tritt aus dem System Familie bewusst heraus und lässt das KI-Tool Google Vision API die Bilder von Onkel Michele interpretieren. Kategorien wie Klasse, Bildungsgrad, etc. identifizieren nun den schönen verstorbenen Mann als potenziellen Konsumenten. Als Paolo seiner Mutter die Fotos von Michele zeigt, bringt diese sie mit ihren Erinnerungen in eine neue Ordnung. Paolos Fragen an seine Mutter werfen Licht auf die 80er/90er Jahre, in der Drogen und AIDS Italien erschütterten. Spekulative Erzählungsfragmente tarieren sich kritisch zueinander aus. Michele wird in die Familiensaga zurückgeholt und als eine Figur der Zeitgeschichte sichtbar. (Christiane Büchner)
Paolo Baiguera, geboren 1998, ist Regisseur und Filmemacher. Er hat an einer Reihe von Produktionen für Sky, Rai, Kon-Tiki Film, Indigo Film, ANG Film und Ring Film mitgewirkt. Seit 2023 hat er mit Alessio Rigo de Righi und Matteo Zoppis an dem Spielfilm Testa O Croce? (Heads or Tails?) gearbeitet, der 2025 für die Sektion Un Certain Regard der Filmfestspiele von Cannes ausgewählt wurde. Sein Debüt-Kurzfilm El pütì pèrs (The Lost Child) feierte 2025 bei der Internationalen Filmkritikerwoche in Venedig Premiere, wo er eine lobende Erwähnung erhielt.
Regie Paolo Baiguera. Montage Paolo Baiguera. Produzent*innen Andrea Gatopoulos, Tommaso Bertani, Graziano Chiscuzzu. Produktionsfirmen Il Varco Cinema (Rom), Ring Film (Rom, Italien), 5e6 (Brescia, Italien).
Weltvertrieb Gargantua Film Distribution
Filme: 2025: El pütì pèrs / The Lost Child (Kurzfilm). 2026: L’uomo più bello del mondo / The Most Beautiful Man in the World.
Gefördert durch:
