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Der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, brachte Frieden und Sicherheit mit sich, wurde aber später zu einem Hindernis für meinen Fortschritt. Meine filmische Reise und Sunas musikalische Reise sind ähnlich: Sie baute ihre musikalische Verbindung auf, indem sie sich von ihren Wurzeln löste. Meine Erfahrungen treiben mich dazu, verzerrte Charaktere zu erschaffen. In diesem Film leitet Suna uns, und die Kamera folgt ihr.

Wir verwenden „Over the Shoulder“-Shots und Follow-ups, um die Reise mit Suna zu vermitteln, und statische Aufnahmen für emotional ruhige Momente. Um Sunas Hörerlebnisse einzufangen, wollten wir das Gefühl vermitteln, als wären wir in ihrem Körper. Die Musik in diesem Film drückt die Emotionen der Charaktere aus, nicht nur als Hintergrundgeräusch, sondern als eigenständiger, kraftvoller Charakter. Die gesamte Musik ist diegetisch, sie stammt aus Quellen in der Szene, mit Ausnahme eines Leitmotivs, das Szenen verbindet und Sunas Stimmung unterstreicht. Der Ton fügt Bedeutung hinzu und fungiert nicht nur im Hintergrund. Er betont Charakterkonflikte, manchmal lauter als nötig, was seine eigentliche Rolle in Frage stellt. Der Schnitt spiegelt Sunas Reise durch die Zeit wider, mit einer traumartigen Distanziertheit und zugleich emotionaler Verbundenheit.

Das Erdloch symbolisiert die große Leere in Sunas Leben; Brüche und Evakuierung stehen für die Angst, Traditionen zu verlieren. Sunas Synästhesie, das Erleben von Farben und Klängen, spiegelt ihre Trauer wider und den Versuch, Schmerz durch verschiedene Sinne zu verstehen.

Banu Sıvacı

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