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Der Titel MASAYUME ist ein japanisches Wort, das bedeutet, dass etwas im Traum Gesehenes im wirklichen Leben geschieht. Im Zen gibt es kein Versprechen der Erlösung durch Glauben; stattdessen entsteht wahre Kraft aus der greifbaren Realität, die Körper und Geist durch praktisches Training erleben. Eine wichtige Lektion für mich war es, die direkte Praxis zu schätzen, anstatt mich auf Geschichten zu verlassen. Doch beim Filmemachen – selbst bei Dokumentarfilmen – können wir es nicht gänzlich vermeiden, dass sich aus der Perspektive der Schaffenden eine Erzählung formt. Durch das Schneiden und Rekonstruieren von altem Filmmaterial zu einer Geschichte wurde mir klar, dass Film eine Art Traum ist. Gleichzeitig konnte ich in diesem Traum beobachten, was mir passiert war, genau so wie es war, frei von Urteilen. Das Leben und die Arbeit an dem Film, dazu das damalige Wetter, kamen auf unerwartete Weise zusammen – wie „masayume“. Ich hoffe, dass dieser Film für jemanden außer mir selbst eine Form der Heilung ist und dass er am Ende die Erde heilen wird, zumindest ein wenig.

Nao Yoshigai

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