Juni 2021, living archive

Archival Assembly #1

1. bis 8. September 2021 im Kino Arsenal, silent green Kulturquartier, Haus der Kulturen der Welt (HKW), SAVVY Contemporary

Archival Assembly #1 bildet den Abschluss des fünfjährigen Projekts Archive außer sich. An der kollaborativen Serie von Forschungs-, Veranstaltungs- und Ausstellungsprojekten beteiligen sich u.a. die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, silent green Film Feld Forschung, das Harun Farocki Institut, SAVVY Contemporary, das Produktionskollektiv pong film und der Masterstudiengang „Filmkultur: Archivierung, Programmierung, Präsentation“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Archive außer sich ist Teil des HKW-Projekts Das neue Alphabet.

Das Arsenal plant Archival Assembly #1 gleichzeitig als erste Ausgabe eines zweijährlich stattfindenden Festivals, das Archivarbeit – wie auch das Kino – als künstlerische, soziale und politische Praxis versteht. 
Jenseits nationalstaatlicher oder anderer Ordnungskriterien wie Genre oder Epoche werden Archivfilme und Filmarchive nicht als abgeschlossene, sondern als historische und in Bewegung befindliche Orte verstanden, die Teil einer transnationalen Kinematographie sind. Partizipation und Produktion gelten als Prinzipien einer dekolonialen archivarischen Praxis, die in der Filmgeschichte nicht nur erforscht, was einmal war, sondern vor allem, was einmal werden könnte.

Unter den internationalen Gästen befinden sich Künstler*innen, Filmemacher*innen und Vertreter*innen von Filmarchiven und diverser Archivstudiengänge sowie andere Akteur*innen, die lebendige Archivpraxis betreiben. An den vier Veranstaltungsorten wird es neben täglichen Filmvorführungen, Sichtungen, Diskussionen und Präsentationen von Archivprojekten und Initiativen weltweit auch ein ganztägiges Symposium und ein Workshop- und Netzwerkprogramm geben. Vom 26.8.–12.9. findet zudem die Ausstellung "How to find meaning in dead time", kuratiert von Maha Maamoun und Ala Younis, statt.