Lenz

Thomas Imbach

Schweiz/Deutschland 2006

12.02. 21:30 Delphi Filmpalast (engl. UT)
13.02. 22:30 Arsenal 1 (engl. UT)
14.02. 16:15 CineStar 8 (engl. UT)
19.02. 21:30 CineStar 8 (engl. UT)

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Der Filmemacher Lenz verlässt seine Heimatstadt Berlin, um in den Vogesen die Hintergründe von Georg Büchners Novelle Lenz zu erfor­schen. Vom Wunsch getrieben, seinen neunjährigen Sohn Noah zu sehen, entschließt er sich dann jedoch, in die Schweizer Alpen zu rei­sen, in den Wintersportort Zermatt. Dort arrangiert er mit Noahs Hilfe ein Treffen mit seiner Ex-Frau Natalie, die er immer noch liebt. Eine kleine Idylle erblüht in der wiedergefundenen Nähe zu seinem Sohn und der neu entfachten Liebe zu Natalie. Doch die Illusion eines glück­lichen Familienlebens ist nur von kurzer Dauer. Allzu schnell wird sie überschattet von Lenz' Verhalten, der immer stärker in abseitige Gefilde driftet. Noah und Natalie kehren nach Zürich zurück. Lenz bleibt im Gebirge, allein. Wie sein literarisches Alter Ego ist auch der moderne Lenz ein gequäl­ter Visionär, ein Gefangener seiner euphorischen und verzweifelten Anfälle. Imbachs Film fängt diese heftig umschlagenden Gefühle mit vielgestaltigen visuellen und akustischen Mitteln ein. Lenz' unstetes Innenleben findet ein äußeres Pendant in der elementaren Schönheit der Berglandschaft, in der die Geschichte spielt. Film und Video, Inszenierung und Improvisation, Schauspieler und Laiendarsteller, zärtliche Lovestory und Slapstick: Imbach formt scheinbare Gegensätze zu einem organischen Ganzen, das von einer aus Folksongs, Popmusik und bearbeiteten Naturgeräuschen kombi­nierten Filmmusik getragen wird.

 

Thomas Imbach, geb. 1962 in Luzern. Filme u.a. "Well Done" (1994), "Ghetto" (1997), "Nano-Babies" (1998), "Happiness is a Warm Gun" (2001).

 

Produktion: Bachim Film (Zürich), Pandora Filmproduktion (Köln), Schweizer Fernsehen

Buch: Thomas Imbach, inspiriert von Georg Büchners Lenz

Kamera: Jürg Hassler, Thomas Imbach

Musik: Peter Bräker, Balz Bachmann

Schnitt: Thomas Imbach, Jürg Hassler, Patrizia Stotz

Darsteller: Milan Peschel, Barbara Maurer, Noah Gsell, Barbara Heynen

Format: 35mm, 1:1.85, Farbe

Länge: 96 Minuten, 25 Bilder/Sek.

Sprachen: Deutsch, Schweizerdeutsch