Tribute to Wakamatsu Koji

Der Pionier des "pink eiga" hatte seit den Anfängen des Genres zahlreiche Filme gedreht; bekannt wurde er aber erst mit Secrets Behind the Wall, der 1965 bei der Berlinale gezeigt wurde. In der japanischen Presse wurde der Film als "nationale Schande" diffamiert. Das Medienecho verhalf Wakamatsu zu Bekanntheit und begründete seinen Ruf als Enfant terrible. Er gründete 1966 seine eigene Produktionsgesellschaft und schuf in der Zusammenarbeit mit jungen Talenten Filme, die an Radikalität immer mehr zulegten und für Aufregung sorgten. Als Repräsentant der 68er-Bewegung fand Wakamatsu eine kultische Anhängerschaft und übte neben Oshima Nagisa einen großen Einfluss auf die Studentenbewegung aus. Die Wakamatsu Production war ein wichtiger Ort des Gedankenaus tausches und Treffpunkt für Künstler unterschiedlicher Bereiche, von Bildender Kunst und Theater bis hin zu Musik, Design und selbstverständlich Film.

Anlässlich der internationalen Premiere von Wakamatsus United Red Army zollt das Forum dem japanischen Regisseur mit der Wiederaufführung von drei seiner frühen Werke Tribut. Die Programmnotizen auf diesen Seiten sind Texten von Hirasawa Go entnommen, der auch an der Auswahl des Programms beteiligt war.

 

Ecstasy of the Angels

Wakamatsu Koji, Japan 1972, 88 min.

 

Go, Go Second Time Virgin

Wakamatsu Koji, Japan 1969, 65 min.

 

Secrets Behind the Wall

Wakamatsu Koji, Japan 1965, 75 min.