Steve Reinke

The Tiny Ventriloquist
Kanada 2011

13.02. 17:00 OF Kino Arsenal 1
14.02. 20:30 OF Kino Arsenal 2

Botschaft von Kanada – Marshall McLuhan Salon
Eröffnung: Freitag, 10.2., 18:00 – 21:00
Montag bis Freitag 12:00 – 18:00
Samstag und Sonntag 14:00 – 18:00
Artist Talk: Dienstag, 14.2, 12:00 – 14:00

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THE TINY VENTRILOQUIST ist eine Sammlung kürzerer Arbeiten. Vielleicht gibt eine Auswahl der Titel am besten eine Idee der Vielfalt ihrer Geschmacksrichtungen: Great Blood Sacrifice, Beaver Skull Magick, Cartoon for those who have a certain fondness for ideas but are tired of thinking, The Root problem of the World, My Name is Karlheinz Stockhausen, Ass Reclaim Insert, What is Called Drinking (We Have Not Yet Begun to Drink). In diesen Arbeiten erprobt Reinke eine Reihe verschiedener Stimmen, Standpunkte, Geschichten und Ideologien, und verwirft sie schließlich allesamt. Stilistisch bewegen sich die Videos zwischen Animation, Homemovie, Tagebuch- und Found Footage-Film. Das Bindeglied zwischen diesen disparaten Ansätzen ist Reinke selbst, der stets als hintergründig-humorvoller Erzähler fungiert. Zusammen ergeben die Videos eine Maschine, die der Welt jegliche Bedeutung entzieht.

“Zu allererst fällt einem die Stimme auf. Man kann sie nicht überhören. Beuys hatte seine Uniform, Warhol seinen Siebdruck, Steve Reinke hat seine Stimme. Sie ist eine Art Erkennungsmerkmal, ein Kostüm zur Maskierung der Persönlichkeit; noch wichtiger: sie garantiert Vergnügen. Wenn ich dieser Stimme zuhöre, stelle ich mir die Tausenden von Kinogängern vor, die einst beim Anblick von Greta Garbos Gesicht in Verzückung gerieten – jene Maske aus Licht, die jeden in ihren Bann zog, der in das Blickfeld der Medusa Kino geriet. Wie Garbo besitzt Steves Stimme eine universelle Anziehungskraft und ein individuelles Versprechen – ein reales Versprechen, obwohl es stets ein Geheimnis bleibt.” (Mike Hoolboom)

Steve Reinke, geboren 1963 in Kanada, lebt und arbeitet in Chicago

4-Kanal Videoinstallation
Forum: HDCAM
Länge: 60 Minuten
unter Mitwirkung von James Richards