Oktober 2011, kino arsenal

Budapest 1960-1980 – György Kovásznai. Filme / Zeichnungen / Malerei

A NAPLÓ, 1966

György Kovásznai (1934–1983) ist einer der herausragenden Vertreter der ungarischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Sein Gesamtwerk – Bilder, Grafiken, Fotografien, experimentelle Animationsfilme sowie die Texte des Autors und Philosophen Kovásznai – wurde vor einem Jahr in der Nationalgalerie in Budapest zum ersten Mal und mit überragendem Erfolg präsentiert. Die Entdeckung dieses singulären Künstlers ist nun auch in Berlin möglich, dank einer Ausstellung in der "Moholy-Nagy-Galerie im .CHB", die vom 30.9. bis zum 31.10. stattfindet. Anlässlich der Ausstellung zeigen wir an beiden Abenden eine Auswahl der kurzen Animationsfilme von Kovásznai und seinen ersten ungarischen, abendfüllenden Animationsfilm für Erwachsene HABFÜRDO (Bubble Bath). Beide Filmprogramme werden von der Kuratorin der Ausstellung und Leiterin des György-Kovásznai-Archivs in Budapest, Brigitta Iványi-Bitter, eingeführt.

Kovásznai hat ab 1963 eine Vielzahl von kurzen Animationsfilmen gedreht, die mit unterschiedlichen Formen, Formaten und Materialien experimentieren. Im Kurzfilmprogramm zeigen wir vier Filme von Kovásznai – A NAPLÓ (Diary 1966), A SZEMEMEN ÁT (The City Through My Eyes, 1971), KÖRÚTI ESTÉK (Nights in the Boulevard, 1972), A 74-ES NYÁR EMLÉKE (Memory of the Summer of '74, 1974) sowie vier Kurzfilme von Kati Macskássy, Ferenc Cakó, Elemér Ragályi und István Szabó. (30.10., Einführung: Brigitta Iványi-Bitter)

HABFÜRDO (Bubble Bath: A Musical Special-Effects Film to the Rhythm of a Heartbeat, Ungarn 1980, 31.10., Einführung: Brigitta Iványi-Bitter) Kovásznai geht den zentralen Sinn-Fragen des Lebens in einer eklektischen und höchst unterhaltsamen Mischung aus beißender Sozialkritik der späten kommunistischen Ära und einer einzigartig grotesken Animation nach, deren Inspiration von Picasso bis Pop Art und deren Techniken von Collage bis zu animiertem Ölgemälde reichen.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Collegium Hungaricum und dem György-Kovásznai-Archiv, mit Unterstützung des Ungarischen Filmarchivs.